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Skyliners siegen in Crailsheim und können auf Wildcard hoffen

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Von: Timur Tinç

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Die Skyliners-Akteure Jamel McLean (von links), Rasheed Moore und Quantez Robertson.
Die Skyliners-Akteure Jamel McLean (von links), Rasheed Moore und Quantez Robertson. © IMAGO/Jan Huebner

Die Frankfurt Skyliners gewinnen überraschend souverän beim Playoff-Aspiranten. Seit Freitagabend ist für die sportlich abgestiegenden Hessen auch ein Verbleib in der Basketball-Bundesliga möglich. Dank Schützenhilfe aus der zweiten Liga.

Die Partie am Freitagabend in Crailsheim war für die Frankfurt Skyliners völlig bedeutungslos. Ohne jeglichen Druck gewann der sportlich abgestiegene hessische Basketball-Bundesligist gegen den Playoff-Aspiranten mit Ex-Trainer Sebastian Gleim 81:70. „Meine Spieler kämpfen bis zum Ende weiter und zeigen großen Einsatz, und für mich hat das einen enormen Wert! In diesem Spiel haben sie genau das gezeigt und dazu noch den Game-Plan befolgt, was am Ende zum Sieg führte“, lobte Cheftrainer Luca Dalmonte. Bester Werfer war Rasheed Moore mit 24 Punkten - Karrierebestwert.

Das viel wichtigere Spiel aus Sicht der Skyliners fand fast zeitgleich in der zweiten Liga statt. Dort gewann Bayer Leverkusen gegen Trier und setzte sich in der Serie mit 3:1 durch und spielt im Playoff-Halbfinale der Pro A gegen Tübingen. Da beide Teams keinen Lizenzantrag für die BBL gestellt haben, wird es mit sehr großer Wahrscheinlichkeit eine Wildcard geben.

Die Wildcard in der Basketball-Bundesliga kostete vergangene Saison 700.000 Euro

Die Frage wird sein: unter welchen Voraussetzungen? In der vergangenen Saison kostete die Wildcard 700 000 Euro. Die Gießen 46ers nahmen sie in Anspruch und durften die Kosten auf zwei Jahre aufteilen. Seit gestern Abend stehen die Mittelhessen als erster definitiver Absteiger fest. Eine erneute Bewerbung auf eine Wildcard nämlich für die 46ers nicht möglich sein.

Die Vorteile eines Verbleibs in der BBL liegen auf der Hand. Mehr Sponsoreneinnahmen, mehr Ticketeinnahmen und TV-Geld. So hatte es Gunnar Wöbke, der geschäftsführende Gesellschafter der Skyliners kürzlich aufgezählt Außerdem wäre ein Wiederaufstieg mit komplett neuem Kader viel schwieriger. Auf der anderen Seite müssten die Hessen aus ihrem Etat einen gehörigen Teil des Geldes für die Wildcard abzwacken - zumal das Spielerbudget in dieser Saison schon sehr gering war. „Wir werden die bestmögliche Bewerbung abgeben, wenn es dazu kommen sollte“, sagt Geschäftsführer Yannick Binas.

Skyliners empfangen am Sonntag zum letzten Heimspiel der Saison Bayreuth

Am Sonntag treffen die Skyliners um 15 Uhr im letzten Saisonspiel auf Bayreuth. Der Klub erwartet wieder rund 4000 Fans in der Ballsporthalle. „Wir sagen es schon die ganze Zeit, dass wir in jedem Spiel bis zum Saisonende alles geben wollen.“, sagt Rasheed Moore. Ob der Klub dann in der kommenden Woche erst- oder zweitklassig spielt, wird sich dann wohl erst in den kommenden Wochen entscheiden.

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