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Setzt sich durch: Flügelspieler Rasheed Moore (rechts) gegen Vechtas Manuel Christen. imago images

Basketball

Skyliners mit guter Energie

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Die Frankfurter Basketballer gewinnen ihre letzten beiden Gruppenspiele im Pokal.

Auf der Rückfahrt am Sonntag von Vechta nach Frankfurt schaute sich Sebastian Gleim die Pokalpartie zwischen dem Mitteldeutschen BC und dem FC Bayern München an. Sie bestätigte den Eindruck des Skyliners-Cheftrainers noch einmal, „dass noch kein Team in einem normalen Rhythmus ist“. Fitness, Kraft und Muskulatur sind weit von dem entfernt, was sonst zu diesem Zeitpunkt einer Saison selbstverständlich ist. Doch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie sind allgegenwärtig, wie die vielen Spielabsagen im Pokal zeigen (siehe Text Seite S6).

Auch wenn die zwei ungefährdeten Siege am Samstag gegen Gießen (86:70) und am Sonntag gegen Vechta (89:80) gut für die Stimmung der Frankfurter sind, gilt für die kommenden Tage: Kontakte minimieren, am Dienstag Corona-Tests, ehe am Mittwoch das nächste Teamtraining ansteht. „Unser erster Gegner ist Covid und der zweite der nächste Kontrahent“, sagt Trainer Gleim. So steht es auch in der Whatsapp-Gruppe des Teams als Überschrift, damit sich jeder Profi der Situation bewusst ist. Basketballtage wie an diesem Wochenende, „gilt es zu genießen“, so Gleim.

Die Auftritte gegen Gießen und Vechta waren ein Schritt nach vorne im Vergleich zur deutlichen 64:79-Niederlage vergangene Woche gegen die Göttinger, die sich als Erster der Gruppe D für das Final Four qualifiziert haben. Die Defensive, das Energielevel und die Kommunikation gefielen Trainer Gleim am Wochenende gut. Allerdings habe sich gerade im Spiel gegen Vechta etwas Übermut eingeschlichen. „Wenn du mit 21 Punkten führst, musst du am Ende mit 15 oder mehr gewinnen“, sagte der 36-Jährige. In mehreren Spielphasen sei sein Team nicht diszipliniert und effektiv genug gewesen. Sei es im „Pick and Roll“ oder bei der Wurfauswahl. Dazu kamen Nachlässigkeiten in der Verteidigung, wie die 28 zugelassen Punkte im Schlussviertel belegen. „Man muss aber auch ehrlich sagen, dass die Qualität bei beiden Teams nicht die höchste war“, sagte Gleim zur Partie gegen Vechta. Rasta hatte mit Verletzungssorgen zu kämpfen.

Saisonstart bei Meister Berlin

Die Skyliners machen sich indes Sorgen um Matt Mobley. Beim US-Amerikaner hatte die Muskulatur nach einem Sprint in der ersten Hälfte gezogen. Er wurde daraufhin sofort rausgenommen. Eine Kernspintomographie soll Aufschluss darüber geben, ob es nur eine Zerrung oder – schlimmer – ein Muskelfaserriss ist. Tags zuvor hatte der Shooting Guard aufgedreht und gegen Gießen 29 Punkte erzielt. Bester Akteur gegen Vechta war Jon Axel Gudmundsson mit 22 Zählern. Emmanuel Lecomte (16), Rasheed Moore (12), Michael Kessens und Bruno Vrcic (10) punkteten ebenfalls zweistellig. Gefehlt in beiden Partien hatte Konstantin Konga, der sich einen Außenbandriss im Sprunggelenk zugezogen hat.

Überzeugt haben die Skyliners am Wochenende beim Rebound. Das Duell unter den Brettern gewannen sie gegen Gießen mit 41:32 und gegen Vechta mit 37:30. Ebenfalls auffällig: die vielen Punkte nach Schnellangriffen. 15 gegen Gießen und 18 gegen Vechta. „Das ist Teil meiner Spielphilosophie“, sagt Gleim. Dazu zählt auch, dass er seine jungen Spieler weiterentwickeln will. Vrcic bekam zumindest gegen Vechta 19 Minuten Spielzeit und überzeugte mit zehn Zählern. Aufbauspieler Len Schoormann hingegen musste am Wochenende Lehrgeld bezahlen und kam auf insgesamt zwei Minuten Einsatzzeit. „Es war meine Entscheidung“, sagte Gleim dazu nur. „Es werden keine Minuten verschenkt.“ Auch nicht in der Bundesliga, die für die Skyliners mit dem schwierigsten Auftaktprogramm aufwartet, das man haben kann. Erst geht es am 8. November zu Meister Alba Berlin, die Woche darauf kommt Euroleague-Teilnehmer Bayern München nach Frankfurt. Die letzte Generalprobe bestreiten die Hessen am Sonntag bei einem Testspiel in Würzburg.

Bis dahin heißt es: gesund bleiben.

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