Es ist weiterhin unklar, vor wie vielen Zuschauern und ob überhaupt gespielt werden kann.
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Es ist weiterhin unklar, vor wie vielen Zuschauern und ob überhaupt gespielt werden kann.

Basketball

Skyliners können herbe Verluste abwenden

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Der Frankfurter Basketball-Bundesligist wartet auf Geld vom Bund. Die In der Corona-Krise sinkt der Etat für die neue Saison um 30 Prozent. Am Sonntag steht das erste Pflichtspiel an.

Skyliners-Geschäftsführer Gunnar Wöbke hofft, die abgelaufene Saison mit einer schwarzen Null abschließen zu können. „Wenn wir den Ticketzuschuss vom Bund kriegen, können wir das schaffen“, sagte Wöbke am Donnerstag in einer Videokonferenz. Im März, als die reguläre Saison der Basketball-Bundesliga wegen der Corona-Pandemie unterbrochen wurde, drohte den Hessen ein siebenstelliger Verlust. „Diesen Betrag haben wir vierteln können“, erklärte Wöbke.

Zum einen mit der Fortführung der Saison beim Finalturnier in München, an dem die Hessen als eines von zehn Teams teilnahmen. Durch die hohe Medienreichweite seien die Regressforderungen der Sponsoren und Partner auf ein Minimum reduziert worden. Zum anderen, weil das Land Hessen den Profiteams außerhalb des Fußballs ein zinsloses Darlehen mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren gewährt hat. Die ersten drei Jahre davon tilgungsfrei. „Das haben wir uns in Zeiten der Unsicherheit schnell besorgt“, sagte Wöbke.

Unklar ist weiterhin hingegen, wie viel Geld die Skyliners vom Bund für die Ausfälle der Ticketeinnahmen bekommen können. Für die Berechnung wird der Zeitraum von März bis Dezember 2019 zugrunde gelegt. Dann wird die Differenz zu diesem Jahr ermittelt und eine Summe von maximal 800 000 Euro ausgezahlt. Doch es gibt Fallstricke. Es ist nicht bedacht worden, dass einige Teams vergangene Saison Playoffs gespielt und dadurch Mehreinnahmen hatten, als andere Klubs. „Und nach EU-Recht gibt es eine Aufsummierung von Hilfen“, berichtet Wöbke. Da die Skyliners Geld vom Land Hessen in Anspruch genommen haben, kann das eventuell gegengerechnet werden und die Summe, die vom Bund möglich wäre, reduzieren. „Da laufen noch Gespräche zwischen Bund und Land. Da können wir abschließend noch nicht sagen, was passieren wird“, so Wöbke.

Für die aktuelle Spielzeit plant der geschäftsführende Gesellschafter einen rund 30 Prozent geringeren Etat als in der Vorsaison. Schließlich ist weiterhin unklar, vor wie vielen Zuschauern und ob überhaupt gespielt werden kann. Damit sind die Hessen immer noch gut aufgestellt, weil sie längerfristige Sponsorenverträge mit ihren Hauptpartnern haben. „Ich glaube, dass es für die kommende Saison nochmal 30 Prozent weniger für alle Klubs sein werden“, prognostiziert Wöbke, da er noch den großen wirtschaftlichen Knall erwartet.

Das Coronavirus ist der ständige Begleiter und für Cheftrainer Sebastian Gleim ist deshalb die oberste Priorität: „Gesund zu bleiben.“ Gleim kann am Freitag nach mehreren kleineren Verletzungen verschiedener Akteure erstmals elf Profis versammeln. Nur Richard Freudenberg fällt nach seiner Fuß-OP mindestens drei Monate aus.

Am Sonntag (15 Uhr) steht das erste Pflichtspiel in dieser Saison an. Beim modifizierten Pokalmodus mit vier Gruppen in vier Städten treffen die Skyliners zunächst auf Göttingen. Kommenden Samstag auf Gießen und tags darauf auf Gastgeber Vechta.

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