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Skyliners führungslos in München

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Von: Timur Tinç

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Kommt nicht an den Ball ran: Skyliners-Guard Donovan Donaldson (l.) gegen Othello Hunter.
Kommt nicht an den Ball ran: Skyliners-Guard Donovan Donaldson (l.) gegen Othello Hunter. © imago images/Philippe Ruiz

Die Frankfurt Skyliners sind ohne Will Cherry und Quantez Robertson beim FC Bayern München überfordert und verlieren 53:72. Am Dienstag kommt Meister Alba Berlin in die Ballsporthalle

In den vergangenen Jahren haben die Frankfurt Skyliners schon einige hohe Niederlagen beim FC Bayern München einstecken müssen. Doch keine Pleite beim aktuellen Tabellenführer der Basketball-Bundesliga (BBL) hat so sehr den Klassenunterschied zwischen den beiden Klubs aufgezeigt wie das 53:72 am Sonntagnachmittag. Dabei fiel die Niederlage mit 19-Punkte-Unterschied gar nicht mal so hoch aus. Es war die Art und Weise, wie dieses Spiel mit all seinen Begleitumständen verloren gegangen ist. Und es hat gezeigt, dass die Skyliners ohne Will Cherry, der wegen muskulären Problemen im Rücken fehlte, keinen Spielmacher auf Bundesliganiveau haben. Ohne Cherry sind die Hessen, die 15. mit zwei Pünktchen Vorsprung auf Platz 18 sind, nicht konkurrenzfähig.

Bis zum Sonntagmittag stand nicht mal fest, ob diese Partie stattfinden könnte. Der FC Bayern hatte wegen neun positiver Corona-Fälle eine Spielverlegung beantragt. Da aber von den zwölf gemeldeten Stammspielern acht kein Corona hatten, mussten die Bayern zum Unverständnis vom Münchener Geschäftsführer Marko Pesic antreten. „Wir hatten eine Sieben-Mann-Rotation und ich musste zwei verletzte Spieler, die nicht hätten spielen sollen, einsetzen“, sagte Bayern-Coach Andrea Trinchieri.

Das reichte dennoch, um die komplett überforderten Frankfurter Korbjäger in den ersten Minuten zu überrollen. Erst nach sieben Minuten gelangen Jamel McLean die ersten Zähler zum 2:14. Da war diese Partie schon entschieden. In der Folge machten die Bayern nur das nötigste, um die Partie zu gewinnen, und dass sich niemand verletzt. Den Skyliners fehlte auch die Führungsqualität von Kapitän Quantez Robertson, der wegen der Geburt seines drittes Kindes in Frankfurt geblieben war. Für Cherry und Robertson kamen Donovan Donaldson und Brooks DeBischopp wieder in den Kader. Matt Haarms war gestern mit zwölf Punkten bester Schütze.

Die Hessen treffen am Dienstag (19 Uhr) in der Ballsporthalle auf Meister Alba Berlin und dürften ähnlich chancenlos wie gestern sein. Die entscheidende Phase für die Skyliners beginnt nach der Länderspielpause am 6. März mit der Partie in Heidelberg. Gegen die direkte Konkurrenz müssen die Hessen ihre Punkte einfahren, um den Abstieg zu verhindern. Das wird schwer genug.

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