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Hockey

Silbriger Glanz

Bei der Hockey-EM reicht es für Frauen und Männer zu Platz zwei

Krimi bei den Männern, knappe Niederlage bei den Frauen: Die deutschen Hockey-Teams haben bei der Europameisterschaft in Amsterdam den Kampf um Gold gegen Gastgeber Niederlande verloren, meldeten aber sieben Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele Medaillenambitionen an.

Beim 0:2 (0:1) der Frauen reichte es trotz starker Leistung nicht zum dritten EM-Titel. In einem Duell auf Augenhöhe gelang es der Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) nicht, die niederländische Schlussfrau zu überwinden. Am Ende entschieden eine Strafecke und ein individueller Fehler über den Ausgang. „Mit der Steigerung im Vergleich zum Halbfinale war ich zufrieden. Wir haben jetzt viele Sachen, die wir mitnehmen können“, sagte Bundestrainer Xavier Reckinger. „Wir sind eben doch noch nicht ganz dran. Die sind schon noch das beste Team der Welt.“

Lisa Altenburg hatte am Sonntag in der 44. Minute die beste Chance zum Ausgleich, verpasste aber knapp. Oranje-Torhüterin Josine Koning war auch danach nicht zu überwinden. In der 56. Minute nutzten die Gegnerinnen einen Fehler der Deutschen eiskalt aus und erhöhten auf 2:0. „Ich weiß, dass wir sie irgendwann schlagen können, aber dafür müssen wir mal den kompletten Schlüssel finden“, hatte Reckinger vor dem Spiel gesagt, noch ist das Team auf der Suche.

Neun Sekunden fehlen

Ganze neun Sekunden fehlten den Männern indessen am Samstag zum neunten EM-Titel, doch dem Dauerrivalen aus dem Nachbarland gelang noch der Ausgleich zum 2:2. Im Penaltyschießen fehlte dem DHB-Team das Quäntchen Glück, da verlor es mit 1:4. „Die Enttäuschung ist riesig“, sagte Bundestrainer Kais al Saadi. „Die letzten neun Sekunden hätten wir wirklich nicht gebraucht.“ Es war ein dramatischer Schlussakkord.

„Wir haben unser bestes Turnierspiel gemacht, wahrscheinlich das beste des Jahres, und das unter solchem Druck eines Endspiels. Das stimmt mich optimistisch für alles, was jetzt noch kommt im Sommer“, sagte Kapitän Tobias Hauke.

Der Aufschwung ist Bundestrainer Kais al Saadi zu verdanken, der das Team nach einer längeren Durststrecke zum ersten Mal seit 2015 wieder in ein Finale bei einem großen internationalen Turnier führte. Mit dem 44-Jährigen, der den Posten 2019 übernommen hatte, kehrte die Siegermentalität zurück. „Wir kommen nach dem Corona-Wahnsinn hierher, spielen das erste große Turnier nach zwei Jahren und ziehen gleich ins Finale ein. Ich bin megastolz auf die Energieleistung der Jungs.“

Die Enttäuschung sei riesig, weil man gemerkt habe, „das Team ist bereits so weit, um Turniere zu gewinnen. Davon waren wir vielleicht selbst etwas überrascht“, sagte al Saadi. „Wir waren hier in vielen Phasen stärker als die Holländer. Wir brauchen als letzten Schritt jetzt mehr Output aus den Chancen, um dann nach hinten raus die Ruhe zu haben, das Ergebnis zu halten.“

Auch Christopher Rühr blickt trotz aller Enttäuschung selbstbewusst nach Japan: „Die Niederlande, Belgien und wir befinden sich für Tokio auf dem gleichen Niveau.“ Am 24. Juli bestreiten die Männer ihr Auftaktspiel gegen Kanada, es gibt in der Gruppe B ein Wiedersehen mit den Niederlanden. Die Frauen starten am 25. Juli gegen Großbritannien, auch die Niederlande spielt in der Gruppe A. dpa/sid

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