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Schlecht gespielt, aber endlich gewonnen

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Von: Timur Tinç

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Die Frankfurt Skyliners gewinnen ihr erstes Ligaspiel denkbar knapp in Weißenfels / Nur Platzwunde bei Beliauskas.

Als Schiedsrichterin Anne Panther das Signal gab, dass der Korb von Lamont Jones nicht zählt, ballten fast alle Spieler der Frankfurt Skyliners gleichzeitig die Fäuste. Nach fast zwei bangen Minuten hatten sie Gewissheit: Am Endergebnis von 79:77 für die Hessen beim Mitteldeutschen BC aus Weißenfels wird sich nichts mehr ändern. Der erste Sieg im vierten Spiel ist eingefahren. Jones hatte kurz zuvor den vermeintlichen Ausgleich erzielt, der eine Verlängerung bedeutet hätte. Allerdings kam der Abschluss, wie Panther per Video überprüfte, minimal zu spät.

„Wir waren in solchen Spielen schon zweimal auf der falschen Seite des Endstands. Ich kann also gut nachempfinden, wie sich alle beim MBC gerade fühlen“, sagte Cheftrainer Geert Hammink. In Bayreuth und Heidelberg erlitten die Skyliners knappe Niederlagen. Gegen den FC Bayern war es zwar deutlicher, aber in allen drei Spielen haben die Frankfurter Korbjäger besser gespielt als am Samstag. „Auch wenn wir heute gewonnen haben, glaube ich, dass wir die ersten drei Spiele besser gespielt haben als heute. Wenn wir in Zukunft mehr Spiele gewinnen wollen, müssen wir besser spielen. Wir waren heute nur ein Viertel gut“, analysierte Hammink ehrlich.

Die Skyliners haben zwar ihre Ballverluste auf elf und die zugelassenen Offensivrebounds auf sechs reduziert im Vergleich zu den Partien davor, das große Problem war jedoch die fehlenden Treffer von Außen. Zu einem Zeitpunkt im dritten Viertel war es nur ein Dreier bei 16 Versuchen. Dass sie aus den letzten acht dann noch vier verwandelten, half ihnen zum Sieg. Insbesondere der Dreier von Joshua Obiesie (14 Punkte) zum 70:71 mit anschließendem Bonus-Freiwurf brachte das Momentum auf die Seite der Skyliners. Den entscheidenden Wurf zum Sieg verwandelte J.J. Frazier (13 Zähler), als er endlich mal den Abschluss am Brett suchte und nicht warf.

Überragender Mann war einmal mehr Martinas Geben. Der litauische Center erzielte 23 Punkte und griff zehn Rebounds ab. Zwar läuft der Zweimonatsvertrag mit dem 2,08-Meter-Mann erst Mitte November aus, doch die Skyliners sollten den Vertrag schleunigst verlängern.

Die Partie in Weißenfels hat jedoch einmal mehr unter Beweis gestellt, dass den Hessen ein weiterer Combo-Guard fehlt, der konstant punktet. Kapitän Lukas Wank hatte ein schwaches Spiel, kam nur auf drei Punkte. Ex-Kapitän Quantez Robertson auf keinen einzigen. Ein Team, das aktuell nur mit fünf Ausländern spielt, kann sich das nicht erlauben. Vor allem wenn jemand ausfallen sollte. Laurynas Beliauskas (15) war kurz vor Schluss nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Mitspieler Obiesie zu Boden gegangen und musste blutend das Feld verlassen. Am Sonntag jedoch die Entwarnung. Es ist nur eine Platzwunde und keine Gehirnerschütterung. Ihn brauchen sie für das Heimspiel gegen Braunschweig am Sonntag (15 Uhr) in der Ballsporthalle .

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