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31 Punkte: Matt Mobley.
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31 Punkte: Matt Mobley.

Frankfurt Skyliners

Scharfschütze Mobley trumpft auf

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Matt Mobley führt die Frankfurt Skyliners in der Basketball-Bundesliga gegen Braunschweig zum Sieg.

Matt Mobley hatte sich am Samstagabend schon damit abgefunden, wieder mit 29 Punkten ein Spiel zu beenden. Zweimal hatte er in dieser Spielzeit genau jene Punktzahl für die Frankfurt Skyliners erzielt – beim Sieg im Pokal gegen Gießen und beim Auswärtserfolg in Chemnitz. Die letzten Sekunden in der Partie gegen Braunschweig tickten herunter, als sich die Gäste dazu entschieden, den Shooting-Guard des hessischen Basketball-Bundesligisten nochmal zu foulen und an die Freiwurflinie zu schicken. So folgten Mobleys Zähler 30 und 31, am Ende gewannen die Frankfurter nach Verlängerung mit 103:98. Die Skyliners verbesserten sich dank des dritten Erfolgs im achten Spiel auf den elften Tabellenplatz.

Es war ein ideales Spiel für einen Scharfschützen wie Matt Mobley. In der Schlussphase der regulären Spielzeit hatte der 26-Jährige nicht mehr den Ball in die Finger bekommen. So verspielte sein Team ein 84:77 und konnte froh sein, dass Karim Jallow beim Stand von 84:84 nicht den entscheidenden Wurf für die Braunschweiger traf. Statt seinem Frust die Oberhand gewinnen zu lassen, schaltete Mobley einen Gang höher. 13 Punkte, darunter drei Dreier erzielte der 1,93 Meter große Athlet in den fünf Extraminuten, in denen den Skyliners ihr zweitbester Scorer Jon Axel Gudmundsson wegen einer Platzwunde fehlte. „Sie haben mich immer auf dieselbe Weise verteidigt und ich habe immer auf dieselbe Weise getroffen“, sagte Mobley schmunzelnd.

Für ihn war es das zweitbeste Scoringergebnis in seiner Profikarriere. „In der Türkei hatte ich einmal 35“, berichtete der 26-Jährige, der dort für Istanbul Teknik Üniversitesi auflief. Außerdem spielte er in Charleroi in Belgien und im französischen Pau. Im März kam er zum ersten Mal nach Frankfurt, um ein einziges Spiel zu absolvieren, ehe die Saison abgesagt wurde. Zum Finalturnier kehrte er aus Angst vor dem Coronavirus nicht zurück. „Ich kenne viele Leute, die es bekommen haben und wollte mich nicht in einen Flieger setzen“, erklärte Mobley.

In den USA konnte der Mann aus Worcester im US-Bundesstaat Massachusetts drei Monate lang in keiner Halle trainieren. Als er im Sommer zum zweiten Mal nach Frankfurt kam, „konnte ich nicht mehr werfen und nicht mehr dribbeln“. Körperlich sei er jetzt bei etwa 80 Prozent. Trotzdem ist er mit 18,6 Punkten im Schnitt der drittbeste Scorer der Liga.

Genau für diese Qualitäten hat ihn Trainer Sebastian Gleim ein zweites Mal nach Frankfurt geholt. Da Mobley aufgrund der Coronavirus-Pandemie derzeit nicht viel unternehmen kann, verbringt er die meiste Zeit mit seinen US-amerikanischen Teamkollegen, etwa bei Quantez Robertson, um mit ihm auf der Konsole zu zocken. Zu Weihnachten gab es Pizza. „Ansonsten achte ich aber auf meine Ernährung und esse viele Früchte und Salat“, sagt Mobley.

Schließlich geht es jetzt Schlag auf Schlag. Am Mittwoch (19 Uhr) geht es für die Skyliners nach Gießen, am Samstag nach Weißenfels. Ein Rhythmus, der Mobley gefällt.

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