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Konstante Größe in Freiburg: Trainer Christian Streich.
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Konstante Größe in Freiburg: Trainer Christian Streich.

FR-Bundesliga-Tipptabelle (7)

SC Freiburg: Schaffe, schaffe - Punkte sammle

  • Jakob Böllhoff
    VonJakob Böllhoff
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Dér Bundesliga-Check, Teil 7: SC Freiburg: Die fleißigen Breisgauer gehen mit nur einer großen Veränderung in die Saison: dem Stadion.

Das neue Zeitalter ist fertig. Es steht im Nordwesten Freiburgs nahe des Flugplatzes, feingliedrig und hell, wie aus einem riesigen Kalkfelsen herausgeschlagen. Und so verlässt also der SC Freiburg sein gutes altes Dreisamstadion, um in eine moderne Arena einzuziehen und damit in die Zukunft. Muss halt sein. Ob der Umzug, der ohnehin schon ein Jahr später stattfindet als ursprünglich geplant, wirklich zum ersten Heimspiel am 21. August gegen Borussia Dortmund durch ist, steht aber noch nicht fest. Grund: Hartnäckige technische Probleme im Stadioninneren. Technische Probleme? Es gibt Zungen, die sagen, dass der Neubau mit damit gut zu den Freiburger Fußballern passt. Aber diese Zungen sind böse und gemein.

Wie stark ist der Kader?

Es ist tatsächlich alles beim Alten geblieben bei den Breisgauern, die zuletzt zweimal in Folge sorglos den Klassenerhalt schafften. Rund um die Startelf nahezu unverändert werden sie in die Saison gehen. Dass der gute Torwart Florian Müller wieder weg ist, lässt sich verkraften, weil der noch bessere Mark Flekken, den Müller leihweise für eine Spielzeit vertrat, wieder vollständig fit ist nach langer Verletzungspause. Der von größeren Klubs umworbene Innenverteidiger Nico Schlotterbeck, 21, ist gereift von seinem Praxissemester bei Union Berlin zurückgekehrt und eine willkommene Alternative. Ansonsten nutzen die Freiburger die Kaderstabilität, um gleich einen ganzen Stoß an Talenten an die Bundesliga heranzuführen. Sechs Spieler der erstmals in die Dritte Liga aufgestiegenen U23 wurden mit Profiverträgen belohnt.

Worauf steht der Trainer?

Was soll man noch sagen zu dem Mann, den der Mainzer Martin Schmidt einmal als „Gewissen der Bundesliga“ bezeichnete? Ende Dezember wird Christian Streich, 56, Liebling der intellektuellen Linken, sein zehnjähriges Jubiläum als verantwortlicher Trainer der SC-Profis feiern (den Begriff Cheftrainer mag er nicht). Natürlich ist er damit dienstältester Coach in der Bundesliga. Am liebsten wär’s dem Südbadener wohl, er könnte auf das Jubiläum mit einem guten Rotwein anstoßen, ganz entspannt, mit zehn Pünktchen Abstand auf die Abstiegszone. Eines für jedes Jahr.

Wo hapert es noch?

Der Suchauftrag für einen flexiblen Offensivspieler ist abgespeichert. In puncto Kreativität, Dribbling, Tempo gehört Freiburg nämlich gewiss nicht zur besseren Hälfte der Bundesliga, und das weiß Freiburg auch. Fähigkeiten, die man nur bedingt im Kollektiv und mit einem herausragenden Trainer wettmachen kann.

Zu- und Abgänge

Zugänge: Nico Schlotterbeck (1. FC Union Berlin, Leihe endet), Patrick Kammerbauer (Eintracht Braunschweig, Leihe endet), Kiliann Sildillia, Noah Weißhaupt, Kevin Schade, Nishan Burkart, Kimberly Ezekwem, Noah Atubolu (alle eigene Jugend).

Abgänge: Brandon Borrello (SG Dynamo Dresden), Chima Okoroji (SV Sandhausen), Carlo Boukhalfa (SSV Jahn Regensburg, Leihe), Marvin Pieringer (FC Schalke 04, Leihe), Amir Abrashi (GC Zürich), Niclas Thiede (SC Verl, Leihe), Lino Tempelmann (1. FC Nürnberg, Leihe), Chang-hoon Kwon (Suwon Samsung Bluewings), Florian Müller (VfB Stuttgart, zuvor Leihe mit 1. FSV Mainz 05 beendet), Guus Til (Spartak Moskau, Leihe endet), Florian Kath (1. FC Magdeburg).

Wer sticht heraus?

Eigentlich ja niemand – die Sache mit dem Kollektiv. Aber der eine oder andere Freiburger hat seinen Marktwert dann doch bemerkenswert steigern können in letzter Zeit. Bei sechs Profis liegt der geschätzte Marktwert inzwischen im zweistelligen Millionenbereich, allen voran der ungarische Offensivspieler Roland Sallai, 24, der bei der Europameisterschaft mit guten Aktionen auffiel. Auf 16 Millionen Euro wird er taxiert. Aber auch Innenverteidiger Philipp Lienhart, 25, und Stürmer, Ermedin Demirovic, 23, haben Entwicklungen hinter sich, die sie bald für andere Vereine interessant machen könnten.

Wie gehts dem Schatzmeister?

Mit einem Jahresumsatz von um die 90 Millionen Euro gehört der Klub von der Finanzkraft her zum unteren Drittel der Liga. Aber er wirtschaftet seriös, ist gesund, und die wachsenden Erlösmöglichkeiten im neuen (noch namenlosen) Stadion sollen dafür sorgen, dass der Sport-Club nach all den Jahren auch finanziell den Anschluss an den Mittelstand der Bundesliga schafft.

Was ist drin?

Den Freiburgern kann es, was die Konkurrenzsituation angeht, nur Recht sein, wenn sich Klubs wie Schalke 04 und Werder Bremen und der Hamburger SV mindestens vorübergehend in der zweiten Liga versenken. Mit Minifreiburgern wie der SpVgg Greuther Fürth, VfL Bochum, Arminia Bielefeld in derselben Liga stehen die Chancen ja fast automatisch gut, dass die Mannschaft auch in der ersten Saison im neuen Stadion den Klassenerhalt schafft. Abgesehen davon, dass der SC Freiburg sowieso aus einer sicheren Position gewachsener Stärke heraus agieren kann. Ein Platz im Mittelfeld dürfte es schon werden - auch wenn es mit den zehn Punkten Abstand beim Streich-Jubiläum vielleicht nicht ganz hinhaut.

Die Bundesliga-Serie und alle veröffentlichten Tipptabellen finden Sie unter: fr.de/tipptabelle

Die Tipptabelle der FR.

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