Dürfen er und die Skyliners am Sonntag in Berlin Körbe werfen? Kamari Murphy im Pokalspiel gegen Gießen.
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Dürfen er und die Skyliners am Sonntag in Berlin Körbe werfen? Kamari Murphy im Pokalspiel gegen Gießen.

Basketball-Bundesliga

Saisonstart im Corona-Schwitzkasten

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Die Frankfurt Skyliners beklagen mehrere Corona-Fällen vor dem Saisonstart bei Alba Berlin am Sonntag. Eine Spielabsage gibt es bereits in der Bundesliga.

Am gestrigen Donnerstag hat Sebastian Gleim das erste Mal wieder Spieler im Skyliners-Trainingszentrum in der Frankfurter Nordweststadt versammelt. „Wir haben mit fünf Spielern Inhalte gemacht, die wir normalerweise im Individualtraining machen“, sagte Gleim. Der Grund: Mehrere Basketballer (wie viele genau, wurde nicht kommuniziert) sind in den vergangenen Tagen positiv auf Covid-19 getestet worden. Aus der Profimannschaft und der zweiten Mannschaft Pro B. Bei den Skyliners spielen und trainieren mehrere Spieler aus dem Nachwuchsteam bei den Profis mit. Am Sonntag war bereits das anvisierte Testspiel in Würzburg abgesagt worden. Seit Samstag befindet sich die gesamte Mannschaft in Quarantäne. „Keiner der Spieler, die wir in Isolierung haben, zeigt Symptome“, berichtete Gleim.

Ob das erste Saisonspiel der Basketball-Bundesliga (BBL) am Sonntag (15 Uhr) bei Alba Berlin stattfinden kann, ist derzeit noch in Klärung. Sollten acht Spieler gesund sein, werden die Skyliners antreten. Es ist ein Start ins Ungewisse für die gesamte BBL. Schon das Top Four des modifizierten Pokalwettbewerbs musste abgesagt werden, weil mehrere Klubs wegen Coronafällen nicht antreten durften. Am härtesten hatte es Skyliners-Gegner Berlin mit sechs Corona-Fällen nach einem Euroleague-Spiel in Moskau getroffen. Drei Tage nach der Rückkehr von gerade einmal sieben Spielern ins Teamtraining stand am Donnerstagabend bereits ein Euroleague-Kaltstart gegen Spitzenklub FC Barcelona an (67:103-Niederlage).

Sicher abgesagt wurde gestern bereits die Partie zwischen den Gießen 46ers und dem Mitteldeutschen BC nach einem positiven Corona-Test bei einem Profi der Mittelhessen. Zudem kann das Duell zwischen Bayreuth und Bonn nicht stattfinden, die Bayreuther Profis müssen in Quarantäne. Bei den Gießenern hatte sich zunächst ein Spieler des Pro-B-Teams infiziert. In der Pro A und Pro B, der zweiten und dritthöchsten Spielklasse, sind Corona-Tests übrigens nicht verpflichtend vorgeschrieben.

Aus diesem Grund werden die Skyliners künftig die Trainingsgruppen zwischen Profis und Nachwuchsteam trennen, um die Wahrscheinlichkeit von positiven Tests zu minimieren. Das tut dem Klub unheimlich weh, weil er damit sein Nachwuchsteam ungewollt schwächen muss mit Talenten wie Len Schoormann und Bruno Vrcic, die fester Bestandteil des BBL-Teams sind. Schoormann wurde gestern gar erstmals von Bundestrainer Henrik Rödl für die November-Partien der deutsche Auswahl im Rahmen der EM-Qualifikation berufen.

Frankfurts Geschäftsführer Gunnar Wöbke bekam für seinen Vorschlag, den Saisonstart um mindestens einen Monat auf Anfang Dezember zu verschieben, keine Unterstützung. „Solche Entscheidungen sind jetzt definitiv zu früh. Wir wollen versuchen, so viele Spiele wie möglich durchzuführen und dann in der Saison notfalls reagieren“, sagte Ulms Geschäftsführer Thomas Stoll. Hintergrund: Die Klubs befürchten, dass es zu Schadensersatzforderungen kommen könnte, wenn die Liga freiwillig darauf verzichtet, Spiele auszutragen, obwohl es kein Verbot seitens der Politik gibt. „Wir haben einen Plan A und den verfolgen wir so lange, bis es nicht mehr geht“, sagte BBL-Chef Stefan Holz vor dem Saisonstart mit der Partie Ludwigsburg gegen Göttingen am Freitag.

Wie lange wird das durchzuhalten sein? Sebastian Gleims oberste Priorität ist deswegen, dass seine Spieler gesund bleiben. Gerade wenn Profis aus der Quarantäne kommen und dann plötzlich wieder 40 Minuten rauf und runter rennen sollen, ist die Gefahr für schwere Verletzungen enorm hoch.

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