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Rüdiger Fritsch will mit Darmstadt 98 in Zukunft wieder für Überraschungen sorgen.
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Rüdiger Fritsch will mit Darmstadt 98 in Zukunft wieder für Überraschungen sorgen.

Lilien

Darmstadt-Präsident Fritsch: „Nicht im Keller flennen“

  • Jakob Böllhoff
    vonJakob Böllhoff
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Der Präsident des Zweitligisten, Rüdiger Fritsch, sieht Darmstadt 98 gut aufgestellt - trotz der Abgänge von Serdar Dursun und Victor Palsson.

Da ist ja der Fritschi!“, ruft Victor Palsson. Der isländische Profi, der zu Schalke 04 wechselt, streckt auf seiner Verabschiedungsrunde durchs Verwaltungsgebäude von Darmstadt 98 kurz den Kopf ins Bild, um den Präsidenten zu grüßen. Dann ist Rüdiger „Fritschi“ Fritsch bereit für die virtuelle Saisonabschlussrunde mit der Presse. Und spricht über...

... Spekulationen, Darmstadts Trainer Markus Anfang könnte nach Düsseldorf wechseln: Würde ich immer dazu Stellung, wenn gute Spieler und gute Trainer in Internetgerüchten auftauchen, dann hätte ich eine Standleitung zu den Journalisten. Ich weiß gar nicht, wie viele Namen im Zusammenhang mit Düsseldorf schon durchs Dorf getrieben wurden. Das interessiert uns alles nicht. Wir haben einen Toptrainer, mit dem wir sehr zufrieden sind, er hat Vertrag. Wir haben uns vorgestern bestens in den Urlaub verabschiedet, und in ein paar Tagen werden wir die neue Saison in Angriff zu nehmen.

... die Bewertung der abgelaufenen Saison mit Platz sieben in der Abschlusstabelle: Generell im Sport weiß man doch, dass es Hoch und Tiefs gibt. Auch Bayern München ist zwischendurch mal Dritter. Am Ende stechen die Bienen. Nach der letzten Saison mit Platz fünf jetzt Platz sieben – das ist ein gutes Ergebnis für uns.

... über die personellen Veränderungen, unter anderem mit den Abgängen von Palsson und Zweitligatorschützenkönig Serdar Dursun: Ich akzeptiere die Aufgeregtheiten, kann sie aber nicht verstehen. Wenn Spieler gute Leistungen bringen, rücken sie eben in den Fokus größerer Vereine. Wir haben immer einen Plan B in der Tasche. Natürlich ist es jetzt die Aufgabe, einen Dursun zu ersetzen, und wenn das nicht eins zu eins gelingt, schießen vielleicht demnächst vier Spieler fünf Tore statt ein Spieler 27. Wir müssen mit den Gegebenheiten des Fußballs umgehen, und das tun wir auch.

... die wirtschaftliche Lage in der Pandemie: Corona trifft alle. Da kommt es drauf an, wie man aufgestellt ist. In Krisenzeiten trennt sich weiter die Spreu vom Weizen. Man muss sich davon lösen, nur die Vereinsnamen zu sehen und oberflächlichen Ableitungen zu treffen. Wenn ich beim einen oder anderen Verein größerer Art wäre und würde auf mein Bankkonto gucken, ich weiß nicht, ob ich da so gut schlafen würde wie jetzt. Wir stehen gut da, die Transfererlöse werden reinvestiert in den Kader. Aber das heißt natürlich nicht, dass wir im Geld schwimmen. Auch wir werden mit bis zu fünf Millionen Euro Verlust arbeiten in der nächsten Saison.

... längerfristige Ziele: Ich habe immer bewusst davon gesprochen, dass wir vier, fünf Jahre brauchen, um uns im Profifußball zu etablieren. Dass haben wir, glaube ich, jetzt hinter uns, insbesondere dann, wenn wir in einem Jahr die Infrastrukturmaßnahmen abgeschlossen haben mit dem Umbau des Stadions. Dann ist das grundsätzliche sportliche Ziel, immer in der Lauerposition zu sein, um da zu sein, wenn die vermeintlich Großen straucheln. Die zweite Liga ist stark und hochattraktiv mit den Auf- und Absteigern. Aber wir sind nicht geneigt, uns in den Keller zu verziehen und zu flennen.

Aufgezeichnet von J. Böllhoff

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