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Ob ein Schlappekicker-Star oder Bayern-Star Dieter Hoeneß: Ein Tackling von Charly Körbel tut weh.
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Ob ein Schlappekicker-Star oder Bayern-Star Dieter Hoeneß: Ein Tackling von Charly Körbel tut weh.

Drei Anekdoten

Wenn der Schlappekicker den Charly tunnelt

71 Jahre Schlappekicker-Aktion – das sind auch Anekdoten aus vielen Jahrzehnten.

Übrigens, Charly: Ich bin der Fritz!

An meinen ersten Schlappekicker-Besuch erinnere ich mich noch heute sehr gut. Jürgen Grabowski und Bernd Hölzenbein nahmen mich 18-jährigen Jungspund mit, weil die Eintracht bei der Weihnachtsfeier immer stark präsent war. Ich fand das cool, weil vom DFB mit dem Bundestrainer an der Spitze über bekannte Gesichter aus anderen Rhein-Main-Vereinen und Sportarten bis zum Frankfurter OB viel Prominenz da war. Für mich war 1972 daher die erste Veranstaltung, bei der ich bei den Großen dabei sein durfte. Respektvoll begrüßte ich damals Fritz Walter. Und er sprach mich sofort auf mein Bundesligadebüt an, als ich gegen die Bayern und Gerd Müller spielte. Außerdem brachte er mir seine sportlichen Werte näher; Werte, die in seinem Leben wichtig waren. Und mittendrin sagte Fritz Walter unvermittelt: „Übrigens, Charly: Ich bin der Fritz!“ Ein unglaubliches und unvergessliches Erlebnis für mich.

Karl-Heinz Körbel, als Nachfolger von Fritz Walter heute Schlappekicker-Schirmherr.

Und Körbel packt die Grätsche aus

Den gemeinen Beinschuss, vulgo: Tunnel, mag kein Fußballer auf der Welt, nicht im Freibad, auf staubigen Ascheplätzen oder im WM-Finale, und Charly Körbel mag ihn schon mal gar nicht. Da wird er fuchsteufelswild. Dummerweise glaubte einer der Schlappekicker, der an einem Septembertag 2014 die älteren Cracks von Eintracht Frankfurt auf den Sandhöfer Wiesen zum traditionsreichen Kick für einen guten Zweck herausforderte, es sei eine gute Idee, diesen Beinschuss bei Charly Körbel anzubringen. Kann man ja mal probieren, bringt zwar nichts fürs Spiel, gibt einem aber ein gutes Gefühl: Die Eintracht-Legende getunnelt zu haben, super! Unser Schlappekicker hat’s versucht, ganz geklappt hat es nicht, weil der Charly nicht umsonst 602 Bundesligaspiele (und mehrere 1000 in der Traditionself) auf dem Buckel hat. Er roch den Braten. Uii, war der sauer. Und die Retourkutsche folgte auf dem Fuß. Bei der nächsten Aktion fegte das lange körbelsche Bein über die Grasnarbe, sauber getackelt, nach allen Regeln der Kunst. Und Ruhe herrschte im Karton. Dass die traditionsreichen Cracks der Eintracht den Schlappekickern das ganze Spiel über reihenweise den Ball durch die Beine spielten, sei nur am Rande erwähnt.

Thomas Kilchenstein, Sportredakteur und Teamchef des FR-Fußballteams.

„Feuerprobe“ für die Neue im FR-Sport

Oktober 1993: Mein erster Arbeitstag in der FR-Sportredaktion, alles ist neu, die Büros, die Namen, die Arbeitsweise – und gleich in der ersten Woche munkeln die Kolleg:innen etwas von einer Schlappekicker-Weihnachtsfeier, deren Berichterstattung traditionell dem oder der Neuen im Team des FR-Sports zufällt. Was mag das sein? Der Begriff ist kein Problem, schließlich kennt man auch in meiner Heimat im Schwarzwald den „Schlappe“ – aber was hat es mit dieser Feier auf sich? Schnell wird klar, dass das etwas ganz Besonderes ist, das Sportler:innen und dem Sport hilft. Außerdem ein Treffen der gesamten Frankfurter Sportszene, die die Schlappekicker-Aktion unterstützte. Klar, dass auch die FR-Geschäftsführung und -Chefredaktion auf dem Henninger Turm vertreten ist. Da darf jetzt also nichts schiefgehen im Text, auch wenn man noch lange nicht alle Namen und Gesichter zusammenbringt. Aber die Kolleg:innen helfen, wo sie können, und so ist nichts auszusetzen an meinem ersten Schlappekicker-Text. Die „Feuerprobe“ für die Neue im FR-Sport ist bestanden.

Ulrike Spitz, heute Mitglied im Schlappekicker-Vorstand.

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