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Klassenerhalt für die TG Hanau

Wenig Spielraum am Netz

  • VonKatja Sturm
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Tischtennis-Bundesligist TG Hanau leidet unter der Schwäche seiner Leistungsträger und dem Ausfall Steffen Mengels.

Für mehr als ein paar Streicheleinheiten bleibt erst mal keine Zeit. Schon heute Abend (19 Uhr) und damit nur 48 Stunden nach der jüngsten Folge ihrer Niederlagenserie, dem 0:3 gegen den TTC Grenzau, müssen die Tischtennisspieler des Bundesligisten TG Hanau beim Tabellendritten Ochsenhausen ran. Erneut keine leichte Aufgabe für das Team von Helmut Hampl ? zumal das Selbstbewusstsein der in diesem Jahr noch sieglosen Hessen mächtig angekratzt ist und dem erfahrenen Trainer kaum Spielraum für taktische Kniffe bleibt. Denn weiterhin muss er auf einen Einsatz von Steffen Mengel verzichten. Zwar hat der 22-Jährige seine Schulterentzündung offenbar auskuriert, trainiert nach Angaben Hampls seit Donnerstag wieder schmerzfrei. Doch ihn spielerisch und muskulär so weit wie nötig aufzubauen, wird wohl noch bis Ende Februar dauern.

Entsprechend ausrechenbar ist das damit auf die Mindestanzahl von drei Spielern reduzierte Team der Hanauer für die Konkurrenz. Doch das noch größere Problem besteht darin, dass die beiden als Leistungsträger der Hessen vorgesehenen Spieler derzeit nicht „funktionieren“, wie Hampl sagt: Yang Zi hat in der Rückrunde erst ein, Thomas Keinath noch kein Spiel gewonnen. Der Einfluss des Trainers auf die Leistungskurve seiner schwächelnden Topleute ist stark begrenzt, denn beide besitzen Verträge, die ihnen gewisse Freiheiten erlauben.

So haben für den Singapur-Chinesen die vom eigenen Verband finanziell bestens honorierten Leistungen im Nationaldress Vorrang. Bei den Höhepunkten im Herbst, den Commonwealth- und den Asienspielen, konnte er denn auch überzeugen. Jetzt, zu Jahresbeginn in der Bundesliga, zeigt die Hanauer Nummer eins nur einen Bruchteil ihres Leistungsvermögens ? „das reicht bei Timo Boll gegen die meisten Gegner, aber bei ihm nicht“, sagt Hampl.

Auch Keinath macht gerne mal sein eigenes Ding, leistete sich etwa während der Rückrundenvorbereitung einen mehrtägigen Trip zu einem Turnier nach Wien. Doch in erster Linie sieht Hampl bei dem 33-Jährigen ein mentales Problem. Der so gerne sportlich motiviert umherreisende gebürtige Hanauer komme offenbar schwer mit dem Druck zurecht, in der Heimat und damit vor Freunden und Verwandten aufschlagen zu müssen. Zu nervös, zu hektisch agiere er am Wettkampftisch. „Ein ganz anderer Mensch“ sei der international für die Slowakei spielende Keinath da als etwa im Training, wo er „viel beweglicher und aggressiver“ auftrete.


Entscheidung am Saisonende

Diese positiven Momente versucht Hampl dafür zu nutzen, das Selbstvertrauen seiner Spieler wieder aufzubauen. Helfen könnte ein Blick auf die Tabelle, in der die Hanauer trotz der jüngsten Negativerlebnisse als Drittletzter zumindest keinen Abstiegsplatz einnehmen. Zudem stehen die für den Klassenerhalt wohl entscheidenden Spiele erst am Ende der bis ins Frühjahr reichenden Saison an, wenn die Hessen auf die anderen Kellerkinder Gräfelfing und Herne treffen. Bis dahin bleibt genug Zeit für mehr als nur ein paar Streicheleinheiten.

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