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Universe auf gutem Weg

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Die Frankfurter Footballer müssen aber noch finanzielle Lücken schließen.

Am Donnerstagmorgen ist Thomas Rittmeister mit Freunden auf einen kleinen Vatertagsausflug aufgebrochen. Kurz vor dem Mittagessen nahm sich der vorläufige Insolvenzverwalter von Frankfurt Universe dennoch Zeit für ein kurzes Telefonat mit der FR, und erstmals in diesen turbulenten Tagen klang der Jurist verhalten optimistisch. „Die Aussichten sind generell gut“, konnte Rittmeister verkünden.

Gerettet ist der Football-Erstligist vom Main noch lange nicht, doch zumindest die nächsten beiden Ligaheimspiele sind mittlerweile gesichert. Am kommenden Sonntag empfängt Universe am Bornheimer Hang die Marburg Mercenaries (15 Uhr), am 26. Mai kommen die Stuttgart Scorpions vorbei (19 Uhr). Am Mittwochabend gingen die Tickets für die beiden Partien in den Vorverkauf. Möglich ist das laut Rittmeister, da einige Sponsoren ihr Engagement ausweiten und einige neue Sponsoren dazugewonnen werden konnten. Dazu hat der Insolvenzverwalter viele Einsparpotenziale ausgelotet. Dinge wie Feuerwerk nach jedem Touchdown oder die große Showbühne auf dem Stadionvorplatz wird es in dieser Saison nicht geben. „Wir erfahren viel Solidarität und sind auf einem guten Weg“, sagte Rittmeister. Es sei aber „schon noch eine Lücke zu schließen“.

Big-Six-Finale in Frankfurt

Über die Nutzung des Stadions am Bornheimer Hang gibt es noch keine finale Einigung mit dem Betreiber FSV Frankfurt. Übergangsweise darf Universe seine Heimspiele zu stark reduzierten Konditionen neben der Autobahnbrücke austragen, langfristig ist der ebenfalls insolvente FSV jedoch auf die Mieteinnahmen angewiesen. Die Gespräche dauern an. „Man lässt uns erst einmal die Luft zum Atmen. Wir müssen aber einen Modus finden, der nicht zu Lasten des FSV geht“, betonte Rittmeister.

Dabei helfen könnte eine unerwartete Einnahmequelle: Das Finale im Big-Six-Pokalwettbewerb, wo Universe am 9. Juni auf die Braunschweig Lions trifft, wird nicht wie geplant in der niedersächsischen Großstadt ausgetragen, sondern in Frankfurt. Das hat der Veranstalter, die German Football Service GmbH, entschieden, die eine Tochter des American Football Verband Deutschland ist. Die Verlegung ist wohl auch eine Maßnahme des Verbands, um sein zerbeultes Aushängeschild Universe zu unterstützen. „Für uns“, sagte Rittmeister, „ist das eine außerplanmäßige Einnahme.“

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