German Football League

Universe-Footballer schöpfen aus dem Vollen

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Die Footballer der Frankfurt Universe müssen in den Playoffs gegen die Berlin Rebels ran.

Es gibt Tabellen, in denen möchte man nicht unbedingt ganz oben rangieren. Zum Beispiel, wenn es darum geht, wer die meisten Strafen sammelt. In der German Football League (GFL) sieht es so aus: Ganz oben steht Frankfurt Universe mit deutlichem Vorsprung und mit 159 Verwarnungen, dahinter folgen auf Rang zwei die 119 Mal sanktionierten Berlin Rebels. Also genau die beiden Teams, die am Sonntag (15 Uhr) am Bornheimer Hang im Playoff-Viertelfinale aufeinander treffen. Auf eines kann man sich also schon mal einstellen: Beide Kontrahenten werden wenig zimperlich mit einander umgehen. 

„Wer sich weniger Strafen leistet, wird gewinnen“, prophezeit Brian Caler, der Frankfurter Headcoach. Gar nicht so leicht, einen kühlen Kopf zu bewahren, wenn sich beide Gegenüber vor allem durch ihre knallharten Defensivreihen definieren.  Caler erwartet einen Gegner, der „sehr aggressiv, sehr physisch“ auftritt. Im bisherigen Saisonverlauf hatten die Rebellen aus der Hauptstadt damit durchaus Erfolg, konnten beispielsweise als bislang einziges Team Vizemeister Braunschweig Lions schlagen – und das gleich zweimal. „Wir müssen die Ruhe bewahren und dürfen nicht zu viel wollen“, fordert Caler.

Neben den vielen Strafen waren in dieser Saison vor allem die Special Teams das große Problem der Frankfurter. Field-Goal-Versuche flogen am Gestänge vorbei – oder der Ball kam gar nicht erst beim Kicker an. Damit diese Schwäche die Universe in den Playoffs keinen Sieg kostet, hat Caler in den zurückliegenden Wochen einiges dafür getan, sie auszumerzen. 

Ein zusätzlicher, erfahrener Special-Teams-Coach wurde dazugeholt, der erst 19 Jahre junge, aber sehr talentierte Kicker Marius Duis aus dem eigenen Nachwuchs ins GFL-Team befördert (Caler: „Er macht einen guten Job“), Routinier Pierre Sinke für die Position Long Snappers verpflichtet – jener Mann also, der dem Kicker den Ball zuschnippt. Sinke, schon früher für die Universe aktiv, war nach dem frühen Saisonende seiner Bad Homburg Sentinels verfügbar. Und siehe da, die Maßnahmen fruchteten. „Seitdem“, findet Caler, „ist es sehr viel besser geworden.“

Personell kann der Coach gegen die Berliner quasi aus dem Vollen schöpfen, einzig Wide Receiver David Giron fällt mit einer Schulterverletzung definitiv aus. Dafür sind die zuletzt geschonten Timothy Thomas und John Tidwell wieder dabei. Ein paar Mann seien immer noch angeschlagen, berichtet Caler, „aber da muss man in den Playoffs durch“. Schließlich gibt es in der an diesem Wochenende beginnenden K.o.-Runde keine zweite Chance. Eine Niederlage, und die Saison ist für Frankfurt Universe bereits beendet.Das wollen die Hessen natürlich unbedingt vermeiden.

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