United Volleys

Überraschung in den Bergen

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United Volleys siegen in Haching.

US-Sängerin Pink war schon da. Auch der Eurovision Song Contest fand 2015 dort statt. Und nicht zuletzt diente das Areal 1964 und 1976 als Olympiapark der Winterspiele. Also stellten sich die Volleyballer der United Volleys am Samstag vor der Olympiahalle in Innsbruck zum Gruppenfoto auf, um ein schönes Erinnerungsfoto an diese Reise zu haben – mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund. Dass sich der Weg auch sportlich lohnen würde, hatten sie wohl selbst kaum erwartet: Ausgerechnet beim Tabellenführer Hypo Tirol Alpen-Volleys Haching meldeten sich die Frankfurter am Abend mit einem nicht für möglich gehaltenen 3:2 (20:25, 25:17, 19:25, 25:23, 15:10)-Erfolg zurück. Damit fügten sie der deutsch-österreichischen Kombination nicht nur die erste Saison-Heimniederlage in der Bundesliga zu. Die Hessen beendeten zugleich ihre Krise und schöpfen wenige Wochen vor dem Start der Play-offs neue Hoffnung, die durchwachsene Saison noch erfolgreich beenden zu können.

„Das war ein unglaubliches Spiel. Das haben wir wirklich gebraucht“, freute sich Trainer Stelio DeRocco, dessen Team schon das Hinspiel in Frankfurt gegen Haching überraschend mit 3:0 gewonnen hatte. Da jedoch am Samstag auch der direkte Konkurrent SWD Düren in Bühl gewann (3:2), ist für die Frankfurter der angestrebte fünfte Platz bis zum Start der Play-offs kaum noch zu erreichen. Dafür müssten sie die verbleibenden drei Hauptrundenspiele in Bühl (Mittwoch: 20 Uhr), zu Hause gegen VCO Berlin (Samstag) und am 23. März in Königs-Wusterhausen wohl jeweils deutlich gewinnen.

Erst einmal genossen die United Volleys den Moment. Vor nur 900 Zuschauern in der Arena, nur einen Steinwurf entfernt vom Tivoli-Stadion der Fußballer von Wacker Innsbruck, spielten sie großartig auf und zeigten trotz der jüngsten Rückschläge in der Liga eine ebenso starke Moral. Denn zunächst sprach wie erwartet alles für Haching. Die Gastgeber, mit einer Wildcard in der Bundesliga am Start, gewannen den ersten Satz sicher mit 25:20. Die Frankfurter leisteten sich erneut zu viele Fehler, stabilisierten sich aber zunehmend – unter anderem dank der guten Aufschläge des US-Amerikaners Tanner Syftestad und des Youngsters Paul Henning. Nach dem überraschenden 1:1-Ausgleich im zweiten Durchgang, in dem vor allem der Frankfurter Block um Lucas van Berkel gut stand, legte Haching im dritten Satz wieder zum 2:1 vor. Doch den Hessen gelang noch die Wende – diesmal mit dem starken Maksim Buculjevic als Zuspieler. Paul Henning war es, der den Matchball verwandelte. „Einsatz, Glaube und Charakter meiner Mannschaft waren ausschlaggebend“, lobte DeRocco.

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