German Football League

Schock für Frankfurt Universe

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Rückzug des Hauptsponsors reißt Lücke in Etat.

Schwerer Schlag für Frankfurt Universe: Wie Insolvenzverwalter Thomas Rittmeister am Dienstagmorgen bekanntgab, hat der Haupt- und Namenssponsor Samsung sein Engagement bei den hessischen Erstliga-Footballern zum 31. Dezember 2018 gekündigt. „Das erwischt uns kalt“, sagte Rittmeister der FR. In allen Sponsoringverträgen der Universe waren Klauseln verankert, die im Falle einer Insolvenz einen Ausstieg ermöglichen. Von diesem Recht machte der Elektronik-Gigant am Montag Gebrauch.

Die Kündigung reiße „eine Lücke in den Etat für 2019“, sagte Rittmeister. Wie viel der Hauptsponsor in der Vergangenheit genau überwiesen hat, wollte der Jurist nicht verraten. Nach FR-Informationen soll es sich um rund eine halbe Million Euro pro Saison handeln – und somit um einen beträchtlichen Teil des Gesamtetats. Der lag bis zur Spielzeit 2017 laut Rittmeister bei rund einer Million Euro, für die aktuelle Saison wurde er aufgrund der Insolvenz heruntergeschraubt.

Der Insolvenzverwalter will nun versuchen, neue Geldgeber aufzutreiben. „Wir müssen schauen, ob wir wieder einen großen oder mehrere kleine Sponsoren finden.“ Die nun freigewordene Position des Namenssponsors sei „grundsätzlich eine begehrte Plattform“. Ein Sparkurs für die kommende Saison scheint aber dennoch unausweichlich. Dass sich noch mal ein solch potenter Sponsor engagiert – nach den chaotischen letzten Monaten eher unwahrscheinlich. „Man wird hier kleinere Brötchen backen müssen“, gab auch Rittmeister zu.

Gründe für den Ausstieg habe Samsung ihm nicht genannt, so der Jurist. Dem Vernehmen nach soll der Hauptsponsor aber alles andere als erfreut über die Negativschlagzeilen im Zuge des Insolvenzantrags gewesen sein. Gerüchten zufolge will sich Samsung, das im Mai eine Partnerschaft mit dem DFB eingegangen ist, in Zukunft mehr auf den Fußball konzentrieren.

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