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Die Schlappekicker-Vorstandsmitglieder Ulrike Spitz, Roland Frischkorn, Arnd Festerling und Erich Reiter (sitzend, von rechts).
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Die Schlappekicker-Vorstandsmitglieder Ulrike Spitz, Roland Frischkorn, Arnd Festerling und Erich Reiter (von rechts).

Schlappekicker-Sammlung

Eine besondere Rechnung

Der FR-Schlappekicker investierte 362.000 Euro in gesellschaftliches Engagement von 147 Vereinen.

Die Schlappekicker-Sammlung 2021 geht in den Endspurt. Bevor wir Anfang Januar die Bilanz ziehen, wollen wir aus Anlass des 70-jährigen Bestehens der Schlappekicker-Aktion heute eine besondere Rechnung aufmachen, die die Verwendung der Spendengelder in jüngster Vergangenheit speziell für Vereine mit gesellschaftlichem Engagement betrifft.

Entscheidend für diesen neuen Schwerpunkt war Ende der 90er-Jahre unser Gedanke, neben unverschuldet in Not geratenen Sportler:innen auch Vereine zu unterstützen, die sich in ihrem Alltag in besonderer Weise durch gesellschaftliches Engagement hervortun. Seitdem ist dieser Aspekt ein wesentlicher Schwerpunkt und mit Nachdruck in den Mittelpunkt gerücktes Kriterium der Arbeit des Schlappekicker-Vorstands geblieben.

So wird 2022 der mit 5000 Euro dotierte Schlappekicker-Preis zum 25. Mal verliehen – das bedeutet, dass von den Spenden seit 1998 bisher bei den Preisverleihungen im Römer insgesamt 120 000 Euro in moderne, effektive und beispielhafte Vereinsarbeit investiert wurden. Profitiert davon haben die unterschiedlichsten Sportarten und Projekte. Die unabhängige Jury, deren Vorsitz von Anfang an der ehemalige Olympia-Teilnehmer und in seiner Leichtathletik-Glanzzeit als Vorbild für Fairplay bekannte Harald Schmid innehat, wählte Turn-, Handball-, Box-, Fußball-, Judo-, Schwimm- und Basketball-Vereinsangebote aus den alljährlichen Bewerbern aus. Auch ein Selbstverteidigungsprojekt, die Fitnessinitiative „Frauen in Bewegung“ und ein Angebot für Menschen mit psychomotorischer Störung fanden Berücksichtigung.

Parallel dazu werden vom Schlappekicker-Vorstand seit 1997 Inklusionspreise vergeben und seit 2017 auch Förderprojekte ausgezeichnet, die um konkrete Hilfe bitten, weil ihnen für ihre laufenden Projekte noch eine kleine Summe fehlt. Für diese beiden Schlappekicker-Aktivitäten wurden in 25 Jahren exakt 242 000 Euro an 123 Vereine und Initiativen ausgezahlt.

Jeder Euro ist gut angelegt

Die Vielfalt der Verwendung der Schlappekicker-Spenden dokumentiert allein ein Blick in die Liste der in diesem Jahr geehrten Gewinner der mit 3000 Euro dotierten Inklusionspreise. Der TSV Bonames, der sich gezielt in Sachen Inklusionssport engagiert, kauft für diesen Betrag beispielsweise Pezzi- und Zeitlupenbälle, Schalen für Drums alive und Sensorikmaterial. Die SG Bornheim/Grün-Weiss möchte mit der Summe die Fortbildung von Fußballtrainer:innen für Kinder mit Behinderung fördern. Der Kanuklub Fulda kauft Rennkanus für gehandicapte Kanut:innen. Die Offenbacher Rudergesellschaft Udine nutzt das Geld als Beitrag zum Kauf eines Betreuungsboots für Para-Ruder:innen. Und der SV 1894 Sachsenhausen finanziert davon Feriencamps für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung.

Erstes von acht Förderprojekten, die jeweils 2000 Euro erhalten, war die Obdachlosenmannschaft der „Lilien-Kicker“ Wiesbaden. Den Betrag brachten sie in den Gesamtetat eines von ihnen organisierten Turniers mit weiteren sieben Obdachlosenteams ein. Genauso wichtig war auf Antrag des Diakonischen Werks Hessen die Unterstützung eines Kurses für geflüchtete Frauen, die in Darmstadt-Kranichstein das Radfahren lernten, um in ihrem Alltag mobiler zu sein.

Die Liste der Beispiele, bei denen die Schlappekicker-Aktion durch die Spenden der FR-Leser:innen echt Positives bewegen und gezielt helfen konnte, beweist eindrucksvoll: Jeder Euro ist und wird gut angelegt. Für das besondere gesellschaftliche Engagement von 147 Vereinen und Initiativen in ihrem sportlichen Alltag waren es seit 1997 in drei Preiskategorien unterm Strich 362 000 Euro. FR

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