German Football League

Gegen den Trend

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Universe trifft im GFL-Halbfinale auf Lions.

Die Footballer von Frankfurt Universe wollen am heutigen Samstag zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: erstmals ins Endspiel der German Football League (GFL) einziehen – und erstmals Angstgegner Braunschweig schlagen. Am heutigen Samstag (18 Uhr) ist Kickoff für die Halbfinal-Partie bei den Lions, bei denen sich die Hessen schon voriges Jahr im Halbfinale geschlagen geben mussten, und denen sie auch 2017 und 2018 im Finale des europäischen Big-6-Wettbewerbs unterlagen. Free Safety Joshua Poznanski erwartet „ein hartes Spiel, das bis ins vierte Viertel knapp sein wird“. Braunschweig habe „viele Waffen“, so der Universe-Verteidiger. „Aber wir haben mittlerweile auch Erfahrung gesammelt.“

2016 ins Viertelfinale, 2017 ins Halbfinale und 2018 ins Endspiel? „Das wäre doch eine schöne Steigerung“, sagt der 23-Jährige. Für die insolvente Universe dürfte es auch die vorerst letzte Chance auf einen großen Wurf sein. Insolvenzverwalter Thomas Rittmeister hatte nach dem Rückzug von Hauptsponsor Samsung bereits in der FR angekündigt, man müsse künftig „kleinere Brötchen backen“. Poznanski gibt zu: „Das ist schon im Hinterkopf. Aber das darf unser Spiel nicht beeinflussen.“ 

Sollten die „Men in Purple“ aber ausgerechnet im Jahr der Insolvenz erstmals ins Finale im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark (13. Oktober) einziehen, wäre das zumindest kurios. Manch andere Klubs sprechen von Wettbewerbsverzerrung, es heißt, die Universe spiele mit einer Mannschaft, die sie ja eigentlich gar nicht bezahlen könne. Andererseits hat die Liga das schlechte Wirtschaften der Frankfurter bereits mit einem Abzug von vier Punkten bestraft. Ein Geschmäckle bliebe dennoch. 

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