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Michael Biegler

Ein ganz normales Spiel

Magdeburgs Trainer verliert beim zukünftigen Arbeitgeber Großwallstadt - und würde gerne mehr erzählen.

Von Dominik Hechler

Auch wenn alle Verantwortlichen des TV Großwallstadt und des SC Magdeburg sehr darum bemüht waren, die Bedeutung ihres Duells in der Handball-Bundesliga am Freitagabend herunterzuspielen, so war es letztendlich doch eine ganz besondere Partie. Denn bei den Gästen saß Michael Biegler als Trainer auf der Bank, jener Coach, der von Januar des kommenden Jahres an die Geschicke der Mainfranken leiten wird.

So was kann er ausblenden

Für den 48-Jährigen war das emotional sicherlich kein leichtes Spiel. Oder etwa doch? "Ich musste schon die ganze Woche die gleichen Fragen beantworten", sagte Biegler den Journalisten, "aber auch wenn ihr alle etwas anderes hören wollt, so kann ich nur wiederholen, dass bis Ende des Jahres einzig und alleine der SC Magdeburg für mich zählen wird". Er bleibe dabei, dass diese Partie - die der TV Großwallstadt am Ende verdient mit 32:30 (17:13) gewann - überhaupt nichts Besonderes für ihn gewesen sei. "Dafür bin ich einfach Profi genug, um so etwas ausblenden zu können."

Ähnlich sahen das auch seine zukünftigen Spieler, für die es ebenfalls keine besondere Motivation gewesen sei, gegen den neuen Übungsleiter anzutreten. "Sollen wir jetzt etwa ein Bewerbungsschreiben an Herrn Biegler schicken oder was", fragte der Großwallstädter Kapitän Andreas Kunz, der nachschob, dass ihr neuer Coach doch schon lange genug im Geschäft sei, um alle TVG-Spieler - auch ohne die Auswertung dieser Partie - schon jetzt ziemlich gut zu kennen.

Dass Biegler, der bei den Mainfranken eigentlich erst einen Vertrag ab der kommenden Spielzeit besitzt, nun doch schon früher nach Großwallstadt wechselt als angedacht, kam für viele Beobachter zu diesem Zeitpunkt überraschend. Denn obwohl das Verhältnis des Trainers mit den Magdeburger Verantwortlichen schon länger als zerrüttet gilt und die Großwallstädter sich in den vergangenen Wochen intensiv darum bemüht hatten, Biegler schon früher an den Main zu lotsen, wollten die Sachsen-Anhaltiner ihren Trainer trotz aller Querelen bis zuletzt nicht ziehen lassen.

Woher kommt nun der plötziche Sinneswandel? "Das war ein Deal zwischen meinem Anwalt und den Anwälten des SC Magdeburg", erklärte Biegler. "Ich werde allerdings auch weiterhin dazu genötigt, über die detaillierten Abläufe zu schweigen, auch wenn ich durchaus mal Lust hätte, einige Dinge klarzustellen". Aber dazu seien ihm derzeit noch juristisch die Hände gebunden.

Kein Problem für David

Wie dem auch sei: Biegler wird auf jeden Fall ab dem 1. Januar den Trainingsbetrieb bei den Mainfranken leiten und damit den bisherigen Interimscoach Peter David ablösen. Dieser wird dann wieder als Co-Trainer, wie schon unter dem Großwallstädter Ex-Trainer Michael Roth, ins zweite Glied rücken. "Das ist für mich überhaupt kein Problem", sagte David. "Ich habe mit Herrn Biegler schon ein längeres Informationsgespräch gehabt, in dem wir unsere Ideen miteinander ausgetauscht haben. Ich habe das Gefühl, dass das mit uns beiden gut harmonieren wird".

Aber er wollte auch nicht verhehlen, dass der Sieg über seinen zukünftigen Chef "ein wunderschöner war". Auch wenn es ihm persönlich niemals ums Prestige gegangen wäre. Natürlich nicht.

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