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Frankfurt Frust: Christoph Becker (li.) und Dominik Nothnagel müssen den Gäste-Jubel ertragen.

FSV Frankfurt - FC Homburg

FSV Frankfurt ohne Glück

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Fußball-Regionalligist FSV Frankfurt wehrt sich bei der Niederlage gegen den Tabellenzweiten FC Homburg nach Kräften.

Am Ende dieser Begegnung geriet die beste Abwehr dieser Liga mächtig ins Wanken. Die bis dahin so souverän auftretenden Defensivspieler des FC Homburg mussten sich urplötzlich mit viel Leidenschaft, wie es ihr Cheftrainer Jürgen Luginger später formulierte, gegen die sich anbahnende Wende stemmen. „Da haben die Frankfurter enormen Druck gemacht“, beschrieb Luginger die Kräfteverhältnisse auf dem Rasen des Stadions am Bornheimer Hang, den die Regionalliga-Fußballer des FSV dennoch als Verlierer verließen.

FSV Frankfurt: Fehlstart leitet Pleite ein

Zwar hoch erhobenem Hauptes, weil sich die Bornheimer in der zweiten Halbzeit mit dem Tabellenzweiten aus dem Saarland ein packendes Duell auf Augenhöhe geliefert hatten. Allerdings verpasste es die Mannschaft von Trainer Alexander Conrad, zumindest einen weiteren Punkt im Kampf gegen den Abstieg auf ihrem Konto zu verbuchen. So bleibt es bei sechs Zählern Vorsprung auf den ersten möglichen Abstiegsplatz

„Wir haben heute nicht schlecht, aber erfolglos gespielt“, erklärte Thomas Brendel, der Sportliche Leiter des langjährigen Zweitligisten, nach der 0:2-Niederlage gegen den „Serientäter“ aus Homburg, der gestern sein sechstes Spiel in Folge gewinnen konnte und den zweiten Platz hinter dem souveränen Klassenprimus aus Mannheim festigte. Der FSV Frankfurt hingegen musste nach drei Siegen nacheinander wieder eine Niederlage einstecken, die er durch einen Fehlstart in dieses Spiel einleitete. „Beide Tore haben wir dem Gegner geschenkt“, kritisierte Brendel zurecht das schlafmützige Auftreten der Frankfurter Abwehr. Zunächst unterlief dem ansonsten tadellos spielenden Innenverteidiger Dominik Nothnagel am Ende einer langen Fehlerkette ein Eigentor (7.). 120 Sekunden später war es dann Jesse Sierck, Nothnagels Partner in der Defensivzentrale, der mit seinem haarsträubenden Patzer das 0:2 durch Patrick Dullek ermöglichte. Die spielstarken Homburger schienen auf dem besten Weg zu sein, den Frankfurtern eine richtig schmerzhafte Niederlage zuzufügen. Nach einem Kopfball von Maurice Neubauer, den FSV-Torhüter Marco Aulbach reaktionsschnell parierte (37.), beschränkten sich die Saarländer allerdings nur noch auf das Verwalten ihres Vorsprungs, ehe sie nach knapp einer Stunde von einer Verlegenheit in die andere stürzten. „In der zweiten Halbzeit hat meine Mannschaft ein richtig gutes Spiel gemacht“, lobte Conrad den Auftritt seines Teams, das zwischen der 69. und 87. gleich fünf glasklare Tormöglichkeiten besaß.

Die größte davon hatte der kurz zuvor eingewechselte Alexander Aschauer, als er in der 70. Minute nach einer Flanke von Steffen Straub, dem besten Frankfurter an diesem Tag, aus kurzer Distanz und völlig freistehend das Tor verfehlte. „Wenn der Kopfball sitzt, sind wir wieder im Spiel“, trauerte Conrad angesichts dieser Möglichkeit, um später treffend hinzufügen: „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Aber das war heute so ein Tag, an dem der Ball einfach nicht ins Tor wollte“.

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