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Im Mai wieder am Start: die Frankfurt Universe.

Frankfurt Universe

Footballer blicken positiv in die Zukunft

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Die neuen Geschäftsführer des Football-Erstligisten Frankfurt Universe sind voller Tatendrang.

Eine weiße Fahne mit einem riesigen lila Helm hing am Donnerstag über der Werbetafel im Presseraum des FSV Frankfurt. Durch den weißen Stoff schimmerten noch immer die Sponsorennamen des Fußball-Regionalligisten hindurch. Die Frankfurt Universe sind wieder am Bornheimer Hang, wenn auch noch nicht so ganz. Viel wichtiger waren ohnehin die drei neuen Macher, die vor dem Logo des Football-Erstligisten saßen. Die neuen Geschäftsführer Arnoulf Keil, Daniel Zeidler und Alexander Korosek werden künftig die Geschicke des Klubs leiten. 

Noch dürfen sie es offiziell nicht, weil das Insolvenzverfahren gegen die Frankfurt Universe Betriebs-GmbH (FUB) auf seinen formalen Abschluss wartet. Am heutigen Freitag oder spätestens am kommenden Montag erwartet Insolvenzverwalter Thomas Rittmeister, dass der Richter seinen Stempel setzt und die Universe ihren Neustart einläuten können. 

„Wir scharren mit den Hufen“, sagte Daniel Zeidler gestern. Der Frankfurter Unternehmensberater blickte positiv in die Zukunft, wollte aber nicht verhehlen, wie schwierig die Aufarbeitung der Vergangenheit ist. „Wir mussten uns bei den Sponsorengesprächen auch einige Watschen abholen“, sagte er. Es gäbe aber auch einige Lichtblicke. 

Lizenz steht noch aus 

Immer wieder fielen die Worte „vernünftig“, „sicher“ und „sauber“ die Planung für die neue Spielzeit betreffend. Die FUB GmbH hatte im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden müssen. 1,5 Millionen Euro Schulden hatten sich innerhalb von nur zwei Jahren angehäuft. „Wir werden substanziell einsparen“, sagte Zeidler. Der Etat wird rund 800.000 Euro betragen. „Fast 50 Prozent weniger als vorher.“ Statt 16 ausländischen Spielern wird Headcoach Brian Caler diesmal nur acht oder maximal neun bekommen. Die beiden Coaches Thomas Kösling und Patrick Griesheimer sind trotzdem überzeugt, dass sie es mit dem Kader in die Playoffs schaffen können. 

Caler durfte am Donnerstag aus arbeitsrechtlichen Gründen nicht an der Pressekonferenz teilnehmen, weil er noch arbeitslos gemeldet ist und sein Arbeitspapier erst in Kraft treten kann, wenn das Insolvenzverfahren abgeschlossen worden ist. 

Auch die Spielgenehmigung für die Südstaffel der German Football League (GFL) steht noch aus, deren Lizenzierungsausschuss tagt am Sonntag. Um überhaupt eine Lizenz zu bekommen, haben die Universe bereits eine Kaution von 80.000 Euro hinterlegt. Da die Klubverantwortlichen zur Ligatagung eingeladen und die einbehaltenen Spielerpässe zurückgeschickt wurden, sind die Verantwortlichen optimistisch, dass diese Hürde genommen wird. 

Neben den Spielerverpflichtungen wird der Klub seinen Fokus vor allem darauf legen, die Fans zurückzugewinnen. Der Klub plant „konservativ gerechnet“, so Zeidler, mit 2000 Zuschauern pro Heimspiel. Sieben gibt es in der regulären Saison, zur ersten Partie am 5. Mai (16 Uhr) sind die Allgäu Comets zu Gast. „Wir wollen wieder den amerikanischen Lebensstil mehr in den Vordergrund rücken“, sagt Keil. Vier Stunden vor Spielbeginn sollen die sogenannten Tailgate-Partys starten, bei denen Getränke und Essen aus dem Kofferraum serviert werden. Zwei Stunden vor Kickoff beginnt die Powerparty. Der Klub will überdies noch präsenter in den Sozialen Netzwerken werden, um mehr Fans für den American Football zu gewinnen. 

„Es gibt viel zu tun“, sagte Zeidler. Eine eigene Werbetafel aufzustellen, ist dabei sicher eine der leichteren Aufgaben.

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