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Erneut zum Titel gesprungen: Claudia Rath.
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Erneut zum Titel gesprungen: Claudia Rath.

Deutsche Mehrkampfmeisterschaft

Fast konkurrenzlos

Die Frankfurterin Claudia Rath hat ihren nationalen Mehrkampftitel verteidigen können, tat sich dabei aber recht schwer, die Konkurrenz in Schach zu halten. Vor allem die erst 18-jährige Christian Kiffe vom AS Darmstadt machte der EM-Elften von Barcelona 2010 das Leben schwer.

Von Margit Rehn

Dass sich Claudia Rath (LG Eintracht Frankfurt) bis zuletzt unsicher war, ob sie ihren Titel bei der deutschen Mehrkampfmeisterschaft in Frankfurt verteidigen würde, ist symptomatisch für eine Veranstaltung, die so schlecht besetzt war wie niemals zuvor. „Das hier ist tote Hose“, befand denn auch unverblümt Anja Wolf-Blanke, die als Präsidentin des Hessischen Leichtathletik-Verbandes (HLV) für eine Weiterführung der Titelkämpfe auf Aktivenebene nur schwerlich eine Perspektive zu erkennen vermag. Die vom leitenden Mehrkampf-Bundestrainer Claus Marek an seine Kaderathleten ausgegebene Weisung, den Wettkampffokus komplett auf die Freiluftsaison auszurichten, hänge mit der Verletzungsproblematik in den vergangenen Jahren zusammen und sei keineswegs als fixe Idee zu betrachten: „Das soll so bleiben“, sagte Wolf-Blanke, die beim Fünfkampf der Frauen am Sonntag gerade mal sechs Teilnehmerinnen zählte.

„Brauche Bestätigung“

Claudia Rath war trotz ihres Zögerns doch eine von ihnen. Im Trainingsaufbau auch von einem leichten Muskelfaserriss zurückgeworfen, holte sie sich mit 4339 Punkten abermals den Titel. Die 24 Jahre alte Soldatin, die demnächst ein Studium der Sozialarbeit angehen will, hat die Vorgabe des Bundestrainers nicht als zwingende Order begriffen, sondern als Empfehlung, über die sie sich aus freien Stücken hinwegsetzen könne: „Er hatte nichts dagegen, dass ich in Frankfurt starte. Und ich brauche einfach auch die Bestätigung im Wettkampf.“

Ein Durchmarsch wurde diese übersichtliche deutsche Hallenmeisterschaft für die Europameisterschaftselfte von Barcelona 2010 allerdings nicht. Vielmehr war es eine haarige Angelegenheit, die mit einer Jugendlichen zu tun hatte, die seit geraumer Zeit die Trainingspartnerin von Claudia Rath ist. Wegen ihrer Verletzungsanfälligkeit im Kaderkontext frühzeitig angezählt, stellte Christina Kiffe (ASC Darmstadt) fast den Wettkampf auf den Kopf. Das 18 Jahre alte Nachwuchstalent führte über mehrere Disziplinen hinweg die imaginäre Gesamtwertung an. Doch Claudia Rath war am Ende routinierter und konnte die heranwachsende Konkurrenz abwehren.

„Ich hab’ schon gesehen, dass Christina recht fit ist. Hier zu verlieren, wäre insofern keine Schande. Aber der Sommer kommt“, tröstete sich Rath, die in kleinen Schritten denkt und eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen in London 2012 als Großziel anpeilt. In diesem Jahr will sie die WM-Qualifikation schaffen. Die Sache mit dem Dabeisein sieht sie grundsätzlich eher vage: „Meine Konkurrenz spielt in einer anderen Liga“, womit sie beispielsweise Jennifer Oeser (Leverkusen) meint, die bei der WM 2009 in Berlin Zweite wurde.

Kiffe, die als A-Jugendliche mit 4221 Punkten klar zeigte, welches Potenzial in ihr steckt, galt indessen nicht als einzige Widersacherin der Titelverteidigerin. Auch Eintrachtkollegin Sara Gambetta, die sich als Zweite der U-20-Weltmeisterschaft 2010 international schon in Szene gesetzt hat, war bei der deutschen Mehrkampfmeisterschaft in Frankfurt am Start. Wegen einer Muskelverhärtung am Oberschenkel beendete sie den Wettkampf jedoch frühzeitig. Bei den Männern fehlten sämtliche Protagonisten, weshalb Lars Albers vom LAC Elm im Siebenkampf mit 5777 Punkten reüssierte.

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