Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die norwegischen Spielerinnen bei der EM in ihren Shorts.
+
Die norwegischen Spielerinnen bei der EM in ihren Shorts.

Kommentar

Olympia und die Bikini-Sporthosen: Sexualisierung im Sport endlich stoppen!

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
    schließen

Die Norwegerinnen treten bei der Beachhandball-EM nicht in Bikini-Hosen, sondern in Shorts an. Das ist laut Reglement verboten und wird bestraft - ein Unding. Der Kommentar.

Klar, im Sport geht es nicht ohne Regeln, das bedingt das faire Spiel. Die Verbände durchdenken daher Details, die vermeintlich gar nicht durchdacht werden müssten. So wird denn auch meist die Sportkleidung reglementiert. Zum Fußball gehören zum Beispiel Stutzen (und nur ungern Regenbogenbinden), zum Tennis in Wimbledon die weißen Hemden (und nur ungern bunte Werbeaufdrucke), und zu fast allem, in dem das Wörtchen „Beach“ auftaucht: Bikinis. Auch bei den Olympischen Spielen 2021. Das haben sie sich zumindest so ausbaldowert, die netten Herrn Regelhüter. Bloß: Ist halt Blödsinn.

Seit Jahren gibt es regelmäßig Aufregung über die Frage, warum sich Sandsportlerinnen in knappsten Klamotten der Welt präsentieren müssen. Eine Diskussion, die längst hätte beendet sein sollen, die nur zu einem Ergebnis führen kann: Zieht an, was ihr wollt. So simpel und doch so schwer. Norwegische Beachhandballerinnen streiften nun also bei der EM statt knapper Bikini-Höschen längere Shorts über. Ein Unding aus Sicht des Verbandes. Dabei hätte er es ja ahnen können, schließlich hatten die Norwegerinnen eben jenes Anliegen vorher hinterlegt und eine Abfuhr erhalten. Sie machten es trotzdem. Gut so.

Beachhandball-EM: Geldstrafe für Protest der Norwegerinnen

Die Regeln besagen absurderweise: Beachhandballer sollen Shorts tragen, die „mindestens zehn Zentimeter“ über dem Knie enden. Beachhandballerinnen hingegen dürfen nur in anliegenden Bikini-Hosen spielen, die eine Seitenbreite von „maximal zehn Zentimetern“ aufweisen. Die Folge für die aufmüpfigen Norwegerinnen: Eine Geldstrafe in Höhe von 1500 Euro, eine, die es absolut wert ist.

Die Sexualisierung des Sports gehört gestoppt, sie ist unsäglich, aus einer Zeit, die es nie hätte geben dürfen. Ob nun im Beachvolleyball, Beachhandball, oder auch im Turnen – natürlich sollte es grobe Richtlinien bei der Kleidungswahl geben. Identische Trikotfarben im Teamsport zum Beispiel, oder Klamotten, die Gegner:innen nicht behindern, auch im Clownskostüm muss niemand den Wettbewerb veralbern. Aber Bikinis, Shorts, lange Hosen, Ganzkörperanzüge, also bitte?! Traurig, dass darüber überhaupt diskutiert wird. (Daniel Schmitt)

Zuletzt hatten die deutschen Turnerinnen mit Ganzkörperanzügen ein ähnliches Zeichen gesetzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare