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Olympische Winterspiele in Peking

Olympia 2022: Peking erlässt bizarre Corona-Regel aus Angst vor Omikron

  • Antonio José Riether
    VonAntonio José Riether
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Während der Olympischen Winterspiele sollen Pekings Bürger jeglichen Kontakt mit Protagonisten der Großveranstaltung verhindern. Selbst bei Autounfällen.

Peking - In etwas mehr als drei Wochen beginnen die Olympischen Winterspiele in Peking. Bereits seit längerer Zeit wächst angesichts vereinzelter Corona-Ausbrüche die Sorge der chinesischen Regierung. Diese vertritt eine Null-Covid-Politik, heißt ganze Städte und Bezirke werden abgesperrt, um einer Ausbreitung entgegenzuwirken. So traf es beispielsweise die 13-Millionen-Metropole Xi‘an oder die Stadt Yuzhou, die jeweils werden in einen harten Lockdown gezwungen wurden.

Der Infektionsschutz gegen das Coronavirus steht auch in der Hauptstadt an oberster Stelle, besonders während der Spiele. Für die Bürger Pekings gelten während der Spiele zudem skurrile Regeln. Eine Behörde nun ermahnte die Bewohner zuletzt, keinem Fahrzeug der Olympischen Winterspiele zu helfen, sollte es in einen Unfall verwickelt sein.

In der Verbotenen Stadt mitten in Peking ist aufgrund der Corona-Maßnahmen wenig Betrieb.

Olympia: Chinesische Behörde warnt Bevölkerung Pekings vor Interaktion mit Olympia-Teilnehmern

Begründet hatte die Behörde dies mit den strengen Coronaauflagen, mit denen das Reich der Mitte während des Großevents für Sicherheit und Schutz sorgen möchte. „Im Falle von Verkehrsunfällen mit speziellen Fahrzeugen für die Olympischen Winterspiele achten Sie bitte darauf, einen Sicherheitsabstand einzuhalten“, schrieb Pekings Verkehrsmanagementbüro auf dem chinesischen Social-Media-Dienst Weibo. „Nehmen Sie keinen Kontakt mit den Fahrzeugen oder dem Personal darin auf und warten Sie, bis Fachleute am Unfallort eintreffen“, teilte das Amt weiter mit.

China möchte bei der Veranstaltung, die vom 4. bis 20. Februar ausgetragen wird, nach außen ein möglichst perfektes Bild abgeben. Corona-Ausbrüche gehören offenbar nicht dazu, die Spiele werden darum in einem „geschlossenen Kreislauf“ ausgerichtet, in denen kein Teilnehmer mit der Bevölkerung in Kontakt kommen soll. Dies gilt jedoch nicht nur für Sportler, bereits in den vergangenen Wochen wurde berichtet, dass tausende Mitarbeiter und Freiwillige von der Außenwelt abgeschirmt werden. Dazu zählen etwa auch Reinigungskräfte, Köche oder Fahrer.

Peking in der Rush-Hour: Verkehr ist in der Hauptstadt Chinas ein großes Problem.

Olympia: Teilnehmer und Einwohner strikt getrennt - höchste Sicherheitsstufe in Athleten-Bubble

Auch im täglichen Leben werden Pekings Einwohner nicht auf die Athleten treffen können, da diese mit speziellen Transportmitteln zwischen den Sportstätten pendeln werden. Für die Winter-Olympiade wurden Hochgeschwindigkeitsbahnen in Betrieb genommen, die parallel zu den öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Schienen verkehren werden.

Ob die Vorkehrungen ausreichen, um die etwa 3000 Athletinnen und Athleten sowie den internationalen Medienvertretern zu schützen, bleibt nun abzuwarten. Jeder einzelne sollte nach seiner Ankunft bis zum Tag es Abflugs in der Schutzzone verweilen, außerdem gelten strenge Regeln zur Einreise nach China. So muss sich jeder, der sich in eine solche „Bubble“ begibt, vollständig geimpft sein oder eine 21-tägige Quarantäne vor Ort hinter sich gebracht haben. Des Weiteren gilt für jede Person in der Blase eine Maskenpflicht, zusätzlich wird täglich getestet. (ajr)

Rubriklistenbild: © David Henley via www.imago-images.de

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