Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Japanischen Fans vorbehalten bei Olympia: Tokios Nationalstadion.
+
Japanischen Fans vorbehalten bei Olympia: Tokios Nationalstadion.

Kommentar

Olympische Spiele: Fan-Ausschluss eine logische Konsequenz

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
    schließen

Ausländisches Publikum nicht zuzulassen zu Olympia in Tokio ist hart, in Corona-Zeiten aber sicher keine falsche Entscheidung. Ein Kommentar.

Es werden keine faszinierenden Spiele, keine stimmungsvollen, vor allem werden es keine besonders weltoffenen. Nein, dafür taugen die Olympischen Spiele in Japan eher nicht, so ganz ohne Fans aus dem Ausland, auch ohne Volunteers aus aller Herren Länder. Die Entscheidung, lediglich Japanerinnen und Japaner auf die Tribünen zu lassen, hat den Tokio-Spielen ihre Seele genommen.

Es geht noch mehr als ohnehin schon um Business, die Erfüllung von TV- und Sponsorenverträgen. Es geht darum, zu retten, was coronabedingt nicht gänzlich zu retten ist, eine Mängelverwaltung. Kritik am Beschluss des IOC und des japanischen Organisationskomitees liegt also nahe. Einerseits. Andererseits.

Olympische Spiele in Tokio: Kaum Alternativen

Welche Alternativen hätte es gegeben? Geimpfte Fans aus dem Ausland doch in Stadt und Stadien zu lassen? Schwierig, wo derzeit nicht einmal klar ist, ob eine einheitliches Impfkonzept für Sportlerinnen und Sportler gelingt. Eine weitere Verschiebung? Unmöglich mit Blick auf die 2,3 Milliarden Euro, die bereits die erste Verschiebung kostete. So sehr die Kommerzspiele auch im Widerspruch zum Olympischen Gedanken stehen mögen, sind sie wichtig für die Athlet:innen. Viele Tokio-Teilnehmer leben von ihrem Sport, trainieren seit Jahren hart für den größten aller Wettkämpfe. Ganz leidenschaftslos ausgedrückt, geht es eben nicht um die Begegnung von Fans aus aller Welt, Partystimmung auf der Tribüne, ausgebuchte Hotels oder den japanischen Tourismus. Es geht um die Sportler:innen. Sie zählen.

Pierre de Coubertin, der Vater der Olympischen Spiele der Moderne, verfasste Ende des 19. Jahrhunderts folgendes Motto: „citius, altius, fortius“ – „schneller, höher, stärker“. Verbunden im Sport sollten sich Athleten eines jeden Landes über Kriege und Krisen hinweg in ihren Disziplinen messen. Genau das wird in Tokio geschehen – sicher nicht sonderlich stimmungsvoll, aber immerhin, besser als nichts.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare