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Das Nationalstadion in Tokio. Im Juli werden dort die olympischen Spiele beginnen.
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Das Nationalstadion in Tokio. Im Juli werden dort die olympischen Spiele beginnen.

Tokio 2021

Tokio 2021: Hochrangiger Olympia-Funktionär tot aufgefunden

  • Marvin Ziegele
    vonMarvin Ziegele
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Die olympischen Spiele in Tokio stehen auch 2021 unter keinem guten Stern. Ein Funktionär des japanischen Komitees wird tot aufgefunden.

Tokyo – In knapp einem Monat sollen die olympischen Spiele in Tokio beginnen. Das Ereignis ist hochumstritten – besonders wegen der weltweit andauernden Corona-Pandemie. Nun soll sich ein hochrangiges Mitglied des japanischen Olympia-Komitees (JOC) sechs Wochen vor dem Start der Olympischen Spiele in Japan das Leben genommen haben. 

Der tote Funktionär wurde japanischen Medien zufolge als der 52 Jahre alte Yasushi Moriya identifiziert. Er soll am Montagmorgen (07.06.2021) von einer U-Bahn in Tokio erfasst worden sein, wie das Nachrichtenportal „Thedailybeast“ berichtet. Laut Informationen der Polizei aus Tokio soll Moriya in der Buchhaltung des japanischen Olympia-Komitees gearbeitet haben. Die Behörden in Tokio gehen davon aus, dass Moriya sich das Leben genommen hat.

Olympische Spiele 2021: Hochrangiger Funktionär in Tokio verstorben

Die Polizei bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass der Todesfall im U-Bahn-Netz von Tokio untersucht werde, gab aber keine weiteren Details bekannt. Ein Vertreter des japanischen Olympia-Komitees betonte, dass man die genaueren Umstände des Unglücks weiter untersuche. Das Nachrichtenportal „Nikkei Asia“ berichtet, dass kein Abschiedsbrief oder ein ähnlicher Hinweis auf einen Selbstmord vorliege. Yasushi Moriya wurde für tot erklärt, nachdem er in ein nahes Krankenhaus in Tokio gebracht wurde.

Die geplanten olympischen Spiele in Tokio werden heftig kritisiert. Obwohl Japan im März bekannt gab, dass die Sportveranstaltung ohne Zuschauer:innen aus anderen Ländern stattfinden soll, wächst trotzdem die Sorge vor einer Verschlechterung der Corona-Lage in Japan. Die Infektionszahlen in Tokio sind zwar nach aktuellem Stand gesunken, aber Japans Gesundheitssystem ist weiterhin überlastet, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.

Das Impfprogramm nehme zwar auch an Fahrt zu, allerdings seien erst mehr als drei Prozent der Menschen in Japan vollständig geimpft. „Impfungen im jetzigen Tempo helfen nicht, Infektionen während Olympia vorzubeugen“, sagte Haruo Ozaki, der Vorsitzende der Tokyo Medical Association, jüngst der Nachrichtenagentur AP. (Marvin Ziegele)

Hinweis der Redaktion: Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bei Depressionen und anderen psychischen Notfall-Situationen gibt es außerdem unter www.deutsche-depressionshilfe.de. Hilfe bietet auch der Krisendienst Frankfurt unter 069-611375. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.bsf-frankfurt.de.

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