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Rund um Olympia 2021: Einem Hotel in Tokio wird Apartheid vorgeworfen. Es soll seine Gäste rassistisch diskriminiert haben. (Symbolbild) Personen gehen 2021 vor dem Logo der Olympischen Spiele 2020 in Tokio vorbei.
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Rund um Olympia 2021: Einem Hotel in Tokio wird Apartheid vorgeworfen. Es soll seine Gäste rassistisch diskriminiert haben. (Symbolbild)

Olympia

Olympia 2021: „Nur Japaner“-Schilder - Rassismus-Vorwurf gegen Hotel in Tokio

  • Jennifer Greve
    VonJennifer Greve
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Wegen einer Maßnahme sieht sich ein Hotel in Tokio nun Rassismus-Vorwürfen gegenüber. Dabei hatte man sich nur auf Olympia vorbereiten wollen.

Tokio (Japan) - Olympia 2021 in Tokio steht in den Startlöchern, auch Hotels bereiten sich vor. In den sozialen Netzwerken hat nun eine spezielle Corona-Maßnahme für eine Welle der Empörung gesorgt. Einem Hotel in Japans Hauptstadt wird Rassismus vorgeworfen.

Dort hatte man Schilder mit den Aufschriften „Nur Japaner“ und „Nur Ausländer“ an den Aufzügen angebracht. Zusammen mit einer Entschuldigung wurden diese Schilder nun wieder entfernt. Doch wie kam es überhaupt dazu?

Olympia 2021: Undurchdachte Sicherheitskonzepte sorgen für Probleme

Die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio starten am 23. Juli 2021. Wegen der Corona-Pandemie hatte man den Start um ein Jahr verschoben. Die internationale Sportveranstaltung geht bis zum 8. August 2021. Fachleute wie der Chef des Tokioter Ärzteverbandes befürchten einen massiven Anstieg der Covid-19-Fallzahlen. Der Bevölkerung gegenüber sei es unverantwortlich auf die Austragung der Spiele zu bestehen, wurde immer wieder erklärt. Olympia 2021 findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Wie Katrin Erdmann vom ARD-Studio Tokio berichtet, sagten bereits einige Länder wie die USA die Trainingslager in Japan ab. Grund sei das geringe Vertrauen in die Sicherheitskonzepte für die Olympischen Spiele. Das Problem unausgereifter und undurchdachter Sicherheitskonzepte scheint auch das Akasaka Excel Hotel Tokyu in der Innenstadt von Tokio erwischt zu haben.

Diskriminierung statt Schutz vor dem Coronavirus - Hotel in Tokio entschuldigt sich

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sprach einer der Hotelangestellten davon, dass man Ausländer nicht habe diskriminieren wollen. Vielmehr sei es darum gegangen mögliche Infektionsketten zu unterbrechen. Zu diesem Zwecke habe man Gäste, die im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen stehen und jene, die dies nicht tun, räumlich voneinander trennen wollen.

Die Schilder mit den Aufschriften „Nur Japaner“ und „Nur Ausländer“ sollten dazu dienen, die Bewegungen der Hotelgäste zu lenken. Nicht um sie zu diskriminieren, sondern um sie zu schützen. „Wir haben versucht, es leicht verständlich zu machen, aber am Ende haben wir Missverständnisse verursacht“, erklärte er. Aufgrund der Sensibilität des Themas und dem Rassismus-Vorwurf wollte der Angestellte anonym bleiben.

Olympia 2021: Twitter-Nutzer aufgebracht - „Apartheid wurde in Japan wiederbelebt“

Die missverständlichen Schilder habe man am Sonntag (11.07.2021) entfernt. Nun müsse man darüber beraten, welche Maßnahmen (und Beschriftungen) man stattdessen wählen könne. Der Schaden ist jedoch schon angerichtet. So schrieb ein Nutzer auf Twitter: „Die Apartheid wurde in Japan wiederbelebt!“ Eine andere Nutzerin sprach davon, dass „das Virus [...] nichts mit Nationalität zu tun [hat].“ (jey)

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