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Olympische Winterspiele

Olympia: Peking schottet sich ab - Tausende von der Außenwelt isoliert

  • Antonio José Riether
    VonAntonio José Riether
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Einen Monat vor Beginn der Olympischen Winterspiele setzt die chinesische Regierung massiv auf Abschottung. Die Omikron-Variante bereitet Peking große Sorgen.

Peking - Anfang Februar finden die aus vielerlei Gründen umstrittenen Olympischen Winterspiele in und um Peking statt. Wenige Wochen vor dem Start der Großveranstaltung wurden in zwei Städten Chinas aufgrund eines Anstiegs der Corona-Zahlen harte Lockdowns verhängt. Die zuständigen Behörden verschärften die Einreisebestimmungen deutlich, um die Ausbreitung des Virus innerhalb des Landes zu verhindern. Zwar tauchte die Omikron-Variante bisher kaum auf, allerdings könnte sich diese mit der Einreise tausender ausländischer Sportler:innen, Medienvertreter:innen und sonstigen Beteiligten in China ausweiten.

Die Sorgen der chinesischen Regierung sind angesichts der Vielzahl der Einreisenden berechtigt, rund 3600 internationale AthletInnen werden im Februar erwartet. Hinzu kommen einem Spiegel-Bericht zufolge weitere 25.000 Personen, etwa Sportfunktionäre und Journalist:innen. Diese werden bei der Ankunft ins Reich der Mitte getestet, müssen sich jedoch nicht in Quarantäne begeben.

Olympische Winterspiele: AthletInnen werden in Peking weitestgehend abgeschottet

Um ein Infektionsrisiko der Bevölkerung zu minimieren, werden sich die Teilnehmer:innen während ihres Aufenthalts lediglich in einer „Bubble“ aufhalten dürfen. Sie werden sich die etwa nur in abgeschottete Hotels, Wettkampfstätten oder olympischen Dörfern aufhalten dürfen. Bereits bei den Sommerspielen in Tokio wurde dies ähnlich gehandhabt. Den olympischen Sicherheitsbereich darf nur betreten, wer eine vollständige Corona-Impfung nachweisen kann oder sich zuvor in 21-tägiger Quarantäne begeben hat. Tägliche Tests und das Tragen einer Maske sollen hier außerdem verpflichtend sein.

Die Olympischen Winterspiele könnten die Pandemie in China wieder befeuern.

Die Folgen für die Sportler:nnen sind noch weitreichender. Ein Besuch der Hauptstadt bleibt ihnen ebenso verwehrt, wie der physische Kontakt zum Publikum, das dieses Jahr nur aus einheimischen Sportfans bestehen wird. Ausländische Olympia-Touristen sind in der Hauptstadt sowieso nicht zugelassen. Auch auf dem Weg zu den meist außerhalb gelegenen Sportstätten werden die Teilnehmer:innen in Hochgeschwindigkeitszügen abgekapselt, die der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.

Olympische Winterspiele: Tausende Beteiligte bereits in Quarantäne - 13-Millionen-Stadt ordnet Lockdown an

In Peking selbst setzt die Regierung weiter auf systematische Abschottung, wie der Spiegel berichtet. So wurde einen Monat vor Beginn der Spiele die Isolierung für die Sportstätten und Helfer in die Wege geleitet. Tausenden Beteiligten wird demnach in den kommenden Wochen jeglicher körperlicher Kontakt nach außen untersagt. Darunter zählen zum einen die Volunteers, doch auch Reinigungskräfte, Küchenpersonal oder Fahrer sind betroffen. Die Austragung der Wintersport-Wettkämpfe soll offensichtlich um jeden Preis geschützt werden.

Olympische Winterspiele in Peking 2022
Datum: Freitag, 4. Februar – Sonntag, 20. Februar
Austragungsort:Peking (Volksrepublik China)
Disziplinen: 15 (7 Sportarten)
Wettkämpfe109

Der Abschirmung der Bevölkerung hat kurz vor dem Olympia-Start am 4. Februar oberste Priorität, was sich besonders in Städten mit Corona-Ausbruch erkennen lässt. Bestes Beispiel ist die 13-Millionen-Metropole Xi‘an in Zentralchina, deren Bewohner:innen sich seit dem 23. Dezember in einem harten Lockdown befinden.

Olympische Winterspiele: Zweite Millionenstadt im harten Lockdown - wegen drei Neuinfektionen

Offiziellen Zahlen zufolge wurden hier seit dem 9. Dezember etwa 1700 Covid-Fälle verzeichnet, jedoch sollen davon nur 21 Personen schwer bis lebensbedrohlich erkrankt sein. Der Ausbruch in der Metropole, die etwa 1000 Kilometer von Peking entfernt liegt, wird der Delta-Variante zugeschrieben. Omikron-Fälle wurden hier, bis auf wenige Ausnahmen, kaum registriert.

Auch die 1,16-Millionen-Stadt Yuzhou verhängte Montagnacht ebenfalls einen umfassenden Lockdown, Auslöser dafür waren drei asymptotische Neuinfektionen. Während die Bevölkerung von Xi‘an mittlerweile lediglich zum Testen vor die Haustüre darf, sollen die Menschen in Yuzhou ihre Wohnungen ebenfalls nur in Ausnahmefällen verlassen. China will seinen Umgang mit der Pandemie vor dem Spielen exemplarisch demonstrieren, bislang war die Null-Corona-Strategie bei der Bekämpfung auch relativ erfolgreich. Ob sich dieser Ansatz auch während und nach den Winterspielen bewährt, bleibt abzuwarten. (ajr)

Rubriklistenbild: © Kyodo News/imago-images

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