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DSV-Alpinchef fürchtet Test-Manipulation bei Olympia – IOSB-Vorstand setzt auf Vertrauen

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Von: Antonio José Riether

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Wolfgang Maier hielt sich bezüglich der Spiele in Peking nicht mit Kritik zurück.
Wolfgang Maier hielt sich bezüglich der Spiele in Peking nicht mit Kritik zurück. © Patrick Steiner/imago-images

Vor den umstrittenen Winterspielen in Peking warnte DSV-Alpinchef Wolfgang Maier vor möglichen Betrugsfällen, besonders die Corona-Tests könnten entscheidend sein.

München - Die bevorstehenden Olympischen Winterspiele in Peking lösen bei den Athlet:innen und Verantwortlichen in Deutschland nicht nur Freude aus. Sowohl die angespannte Corona-Lage als auch die Methoden chinesischen Regierung sorgen für Unbehagen. Am Samstag äußerte sich Wolfgang Maier, Alpinchef des Deutschen Skiverbandes, äußerst misstrauisch zur Teststrategie vor Ort. Auch der Leistungssportchef des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) zeigte bezüglich der kritischen Einschätzung Verständnis.

Am Rande des Ski-Alpin-Klassikers im schweizerischen Adelboden wurde Maier in der ARD zur aktuellen Lage interviewt und schimpfte auf das kommende Großereignis. „Ich persönlich halte es für nicht verantwortungsvoll, dass man uns nach China schickt, wo eine Willkür stattfinden kann, wie man es gerne macht“, meinte der Skitrainer aus Berchtesgaden. Vor allem Manipulationen schließt Maier nicht aus, diese könnten seiner Meinung nach schon beim Testen geschehen.

Olympische Winterspiele: DSV-Alpinchef Wolfgang Maier kritisiert angesetzten CT-Wert

„Die setzen CT-Werte von 40 an, und du bist denen komplett ausgeliefert, weil du nicht weißt, was sie testen, wie sie es testen – und ob es wirklich auch deine Tests sind. Das sind Themen, die man schon mal kritisch andiskutieren dürfen sollte“, meinte der 61-Jährige. Beim PCR-Test gibt der CT-Wert Auskunft darüber, ob eine Infizierte Person ansteckend ist. Je höher der Wert, desto geringer ist die Infektionsgefahr. Bei einem CT-Wert von 30 empfiehlt das Robert-Koch-Insitut etwa schon eine „Entisolierung“.

Doch Maier ging im Interview noch weiter und skizziere ein gefürchtetes Szenario für die Olympischen Spiele. „Mit einem PCR-Test kann ich sofort jeden sportlichen Gegner aus dem Rennen nehmen. Es braucht mir keiner sagen, dass das jetzt ein Hirngespinst von mir ist, weil man weiß, um was es geht“. Als Verschwörungstheoretiker wird Maier trotz der Drastik seiner Aussagen jedoch nicht abgestempelt, im Gegenteil.

Olympische Winterspiele: Schimmelpfennig zeigt Verständnis für Maiers Befürchtungen

Die Bedenken Maiers stoßen beim DOSB-Leistungssportchef Dirk Schimmelpfennig auf Verständnis „Wir nehmen die Bedenken natürlich sehr ernst und haben auch Verständnis für die Skepsis“, meinte das Vorstandsmitglied des DOSB am Sonntag gegenüber Deutschlandfunk. „Wir hoffen hier, dass wir vielleicht noch in den letzten Wochen was bewegen können, so dass der CT-Wert eben auch ein bisschen niedriger angesetzt wird“, sagte der ehemalige Tischtennisspieler. Ein guter Schnitt wäre demzufolge ein Wert „um die 35 rum, um die 32“, allerdings sei man weiter an die Vorgaben der chinesischen Gesundheitsbehörden gebunden.

Schimmelpfennig, der in Peking als Chef der Mission des deutschen Teams fungiert, beschwichtigte allerdings auch etwas. Das Internationale Olympische Komitee habe artikuliert, eine internationale Expertengruppe über die Prozesse bei eventuellen Corona-Fällen entscheiden zu lassen. „Dieses Gremium ist auch ein gemischt besetztes, also immer auch neben den Chinesen mit internationaler Beteiligung“, beteuerte der Funktionär. Er selbst sei sich im Vergleich zu den Sommerspielen in Tokio etwas sicherer“, was die generelle Corona-Lage im Land und den Umgang mit dem Virus angeht. (ajr)

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