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Sport an der Belastungsgrenze

Olympia 2021: Brütende Hitze in Tokio – Djokovic wettert über „brutale“ Bedingungen

  • Matthis Pechtold
    VonMatthis Pechtold
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Zum Olympia-Auftakt martern hohe Temperaturen die Sportler:innen in Tokio. Wer kann, sucht im Schatten Erholung – oder wartet auf den angekündigten Taifun.

Tokio – Denkt man an 50 Grad Celsius heißen Sand, wünscht man sich glatt das dahinterliegende Meer dazu. Auf Zehenspitzen flink drüber hüpfen und sofort ins kühlende Wasser. Aber nicht jeder Fleck Sand ist auch ein Strand, selbst, wenn man an der Küste ist. Diese Erfahrung machen die Beachvolleyballer:innen derzeit bei Olympia 2021 in Tokio. Es seien bereits Trainingseinheiten unterbrochen worden, weil sich Sportler:innen die Fußsohlen verbrannt hätten, schreibt der Sport-Informations-Dienst (SID).

Die Beachvolleyballerin Laura Ludwig wähnte sich angesichts fehlender Zuschauer bereits ganz woanders: „Man hörte Grillen zirpen, es war wie in der Wüste.“ Ein Hockeymatch des deutschen Teams wurde jüngst bei 31 Grad angepfiffen – um 9.30 Uhr. Zwar unterbrach man auch hier die Partie sicherheitshalber mehrmals, die Belastung war aber spürbar. „Das hält man keine zwei Wochen aus“, sagte Hockey-Kapitänin Nike Lorenz dem SID. Sie fordert eine Anpassung des Regelwerks an die Bedingungen: „Die Spiele dürfen nicht so lang werden, das muss besser reguliert sein.“

Olympia 2021 in Tokio: Hohe Temperaturen setzen Sportler:innen zu

Denn die hohen Temperaturen verzerren den Wettbewerb, wie auch Dressurreiterin Jessica von Bredow-Werndl meint. „Ich bin körperlich topfit, „aber bei der letzten Pirouette habe ich gedacht, puh, das ist richtig hart“, sagte sie dem SID. Tennisspieler Novak Djokovic sprach derweil von „brutaler“ Hitze, die außerdem mit hoher Luftfeuchtigkeit einhergehe.

Novak Djokovic spricht von einer brutalen Hitze in Tokio.

Prognosen Forschender zufolge könnten die Spiele in Tokio die heißesten der Geschichte werden. Bereits zwischen Juni und September 2019 wurden in Japan 71.000 Menschen wegen Hitzschlägen behandelt. Seit 1900 ist die Durchschnittstemperatur im Land um 2,5 Grad Celsius gestiegen, erklärt der SID dazu – das ist ein dreimal stärkerer Anstieg als im globalen Durchschnitt.

Olympia 2021: Trotz der Erfahrung von 1964 finden die Spiele dieses Jahr im Sommer statt

1964, als die ersten Sommerspiele in Tokio stattfanden, war die Hitze bereits ein bekanntes Problem. Die Wettkämpfe verlegte man deswegen in den milderen Oktober. Im Vorfeld der diesjährigen Spiele warnten Ärzt:innen in Japan vor Hitzewellen. Der Zeitplan wurde deswegen allerdings nicht verändert.

Gerade geht’s: Ein Rugby-Spieler der australischen Mannschaft nimmt ein Bad in einer Eistonne. Die Hitze in Tokio belastet die Olympia-Teilnehmer:innen.

Für die ersehnte Abkühlung könnte bald der Tropensturm „Neparak“ sorgen, der sich vor Japan gebildet hat. Wenn er zum Mittwoch kommender Woche (28.07.2021) das Festland erreicht, werden es die Wassersportler:innen in der Bucht von Tokio sein, die Grund zur Klage haben werden. (mp/sid)

Rubriklistenbild: © Mike Egerton/PA Wire/dpa

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