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Basketballer Saibou spricht mit dem Bundestrainer
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Basketballer Saibou im Gespräch mit dem Bundestrainer. Er darf mit zu Olympia.

Olympische Spiele

Olympia 2021: Basketballer trotz Querdenken-Demo dabei

  • VonPia Ewald
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Die Nominierung von Joshiko Saibou für das Aufgebot der Basketballer bei Olympia 2021 wird kontrovers diskutiert.

Hagen – Wer sich den Kader der deutschen Basketballer für Olympia 2021 ansieht, kann zwei Dinge feststellen. Erstens: Bundestrainer Henrik Rödl hat genau die Spieler nominiert, die vor elf Tagen im Finale des Qualifikationsturniers für die Olympischen Spiele die Sensation geschafft haben. Jetzt dürfen sie für Deutschland in Tokio antreten.

Zweitens: Damit ist auch Joshiko Saibou dabei, welcher im vergangenen Jahr durch seine Teilnahme an einer Querdenken-Demo für Schlagzeilen gesorgt hatte. Diese Entscheidung brachte einige Diskussionen mit sich.

Joshiko Saibou: Kein Zweifel an der Existenz von Corona

In einer Videobotschaft des Deutschen Basketball Bundes (DBB) stellte Saibou klar, dass er für die gleichen Werte einstehe, welche auch sein Verband vertritt: Respekt, Toleranz, Freiheit und Offenheit. Ebenso würde er sich entschlossen gegen Diskriminierung, Hass und Gewalt stellen. Der Nationalspieler erklärt, dass er die Demonstration in Berlin nur besucht habe, um auf seine persönliche Art seiner Meinung Ausdruck zu verleihen, nicht mit allen Maßnahmen der Regierung einverstanden zu sein. Keinesfalls würde er die Existenz von Corona anzweifeln.

Außerdem wolle er sich bei den Menschen entschuldigen, welche sich durch seine Aussagen oder Handlungen verletzt gefühlt hätten. Nach dem Bekanntwerden seiner Teilnahme an der Demonstration hatte ihm sein damaliger Verein Baskets Bonn sofort gekündigt. Aktuell trägt Saibou das Trikot von Champagne Basket.

Olympia 2021: Deutsches Basketballteam zum ersten Mal seit 2008 dabei

In einem Interview mit der Welt sagte DBB-Vizepräsident Armin Andres, die Nominierung von Joshiko Saibou für das Qualifikationsturnier habe natürlich vor allem sportliche Gründe gehabt. Es sei aber auch klar, dass der Spieler bei der Nationalmannschaft nur dann eine Zukunft habe, wenn dieser seine Aussagen erklärt und sich eindeutig davon distanziert. Der DBB täte das von Beginn an. Andres schließt mit der Aussage, dass jeder Mensch eine zweite Chance verdient hätte.

Da dieses Interview schon weit vor der Nominierung für den Olympia-Kader geführt wurde, ist davon auszugehen, dass dem Verband das veröffentlichte Video als Distanzierung und Klarstellung genügt.

Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft konnte sich zuletzt im Jahr 2008 für die Olympischen Spiele in Peking qualifizieren. Damals, noch mit Superstar Dirk Nowitzki, schaffte es das Team allerdings nicht über die Vorrunde hinaus. (Pia Ewald)

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