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Ein Käppi schützt nicht vor der tristen Realität: Schalke-Trainer Christian Gross.
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Ein Käppi schützt nicht vor der tristen Realität: Schalke-Trainer Christian Gross.

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Nur noch zweimal verlieren

  • Thomas Kilchenstein
    vonThomas Kilchenstein
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Auch der neue Trainer Christian Gross sieht nicht so aus, als könne er verhindern, dass Schalke 04 den Uraltrekord von Tasmania Berlin auslöscht. Der Kommentar.

In der Schweiz, wo er weiterhin der erfolgreichste Trainer des Landes ist, hat Christian Gross, der großen Wert auf die Visualisierung von Zielen legt, einmal seinen Teams das Matterhorn gezeigt, Sinnbild für den Gipfel. Er hat auch Schokoladen-Pokale auf den Nachttisch stellen lassen. Oder eine Geldklammer überreicht, dafür, dass man einige Franken verdient habe. Er selbst trägt als Glücksbringer einen Haifischzahn um den Hals.

Geholfen hat derlei Aufbauendes - manche sagen auch: Schabernack - auf Schalke bislang nicht, auch der berühmte Effekt eines Trainerwechsels griff nicht, weil die Knappen Probleme haben, zum Beispiel in Abwehr, Mittelfeld, Sturm, die mit Plakativen und/oder Handauflegen nicht gelöst werden können. Der vierte Coach der laufenden Saison in Gelsenkirchen-Buer jedenfalls hat jetzt nicht den (ersten) Eindruck vermittelt, dass es noch was werden könnte mit dem Klassenerhalt. Ohnehin ist bislang jede Mannschaft abgestiegen, die nach 14 Spieltagen vier Punkte auf dem Konto hatte.

Und Christian Gross, wegen seiner Strenge und Unnahbarkeit auch „Alpen-Magath“ getauft, hat nicht das Gefühl aufkommen lassen zu wissen, wie dieser Schalker Karren je aus dem Dreck zu ziehen sei. Bei der Hertha, aktuell alles andere als ein stabiles Gebilde, ging Schalke genauso sang- und klanglos ein wie in den 29 Spielen zuvor auch, ja, mit dem 0:3 war Nullvier gut bedient. Das sah alles trostlos aus, eigentlich hoffnungslos. Sein Debüt nach zehn Jahren Liga-Absenz missriet ziemlich. Hinterher wirkte Christian Gross eher als Trainer von gestern, mürrisch, schmallippig analysierte er, forderte Kompaktheit ein und neue Spieler, trotz 205 Millionen Euro Schulden..

Sead Kolasinac kommt vom FC Arsenal, in der Premier League hat er zuletzt im September gespielt. Aber er kennt Schalke, er hat Mut. Als er und Mesut Özil vor Jahren in London fast Opfer eines Straßenraubs geworden wären, hat er die Angreifer in die Flucht zu schlagen versucht, während Özil sich in ein Restaurant verzogen hat. Solche Typen könnte Schalke gebrauchen - wenn es denn nicht zu spät ist.

Es gibt Serien in der Liga, die schienen für die Ewigkeit aufgestellt zu sein:. Charly Körbels 602 Spiele. Gerd Müllers 40 Saisontore. Tasmania Berlins 31 Spiele ohne Sieg. Zwei Partien noch, gegen Hoffenheim und Frankfurt, und Schalke hätte einen neuen Rekord aufgestellt. Hätte man sich auch nicht träumen lassen.

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