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Nur noch ein Sieg

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Von: Markus Katzenbach

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Abgedrängt: Pierre Preto (re.) von den Löwen Frankfurt.
Abgedrängt: Pierre Preto (re.) von den Löwen Frankfurt. © IMAGO/Beautiful Sports

Frankfurter Löwen gewinnen das dritte Finale gegen Ravensburg mühsam mit 1:0 und sind dem DEL-Aufstieg ganz nah.

Um 22.06 Minuten brachen die Dämme am Ratsweg. Genau sechs Minuten hatte die erste Extraschicht zwischen den Frankfurter Löwen und den Ravensburg gedauert, als der Bann endlich gebrochen und die Meisterschaftsanwärter vom Main ihrem Traumziel ganz nah gekommen waren. Mit seinem Treffer in der Verlängerung bescherte Kapitän Max Faber am späteren Mittwochabend den Löwen in einem heftigen, aber bis dahin torlosen Ringen ein 1:0 (0:0, 0:0, 0:0/1:0) und damit den dritten Sieg im dritten Duell der Finalserie in der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys. Nun fehlt nur noch einer, um mit den Titel in der DEL 2 auch den Aufstieg in die erste Liga feiern zu können.

Den offiziell 6770 Zuschauern, die es vorbei an den Vergnügungen der Dippemess bei schönster Frühlingsabendsonne in die wieder ausverkaufte Eissporthalle geschafft hatten, wurde im ersten Drittel ein ähnliches Bild wie über weite Strecken der vorherigen Begegnungen zuteil – nur dass diesmal keine Tore fielen. Die Löwen waren von zwei guten Mannschaften die etwas bessere, verteidigten konzentriert und kombinierten flüssig nach vorne, im Selbstbewusstsein .von zehn Siegen aus zehn Play-off-Partien, eine überaus beeindruckende Bilanz.

Anfangs fehlte noch etwas Schussglück und die letzte Konsequenz. Es war aber auch eine bewusst kontrollierte Offensive, für größeres Risiko gab es keinen Anlass – und das eigene Tor geriet so kaum in Gefahr, oft genug eroberten früh störende Löwen den Puck schon tief in der gegnerischen Hälfte.

Als eine Serie riss, änderten sich indes die Kräfteverhältnisse zwischenzeitlich: Zu Beginn des zweiten Abschnitts gelang es den Löwen nach zuvor vier erfolgreichen Versuchen erstmals in dieser Finalserie nicht, eine Überzahlsituation mit einem Tor zu verwerten. Die stolze 100-Prozent-Quote, ohnehin kaum haltbar, war dahin, die Spielkontrolle allerdings auch.

Ravensburg, das auch bei dem am Ende berauschenden Frankfurter 7:0 am Karsamstag nicht die ganze Zeit hoffnungslos unterlegen gewesen war, das dann schon im zweiten Duell daheim am Ostermontag erbittert um eine Trendwende gekämpft hatte und nur knapp mit 1:3 verloren hatte, wuchtete sich in dieses dritte Aufeinandertreffen, das ebenfalls torlose Mitteldrittel bestimmten die Towerstars zeitweise – um mit Beginn des dritten Akts dann doch wieder schwer unter Druck zu geraten.

„Alles für die Meisterschaft“, sangen die Frankfurter Fans hinter dem Gästetor, die Löwen fuhren einen Angriff nach dem anderen in Richtung der stimmungsvollen Kurve ihrer Getreuen. Nur mit einem Treffer wurde es immer noch nichts, auch auf der anderen Seite nicht, als Ravensburg plötzlich noch einmal aufkam. 0:0 nach 60 Minuten – eine Seltenheit im Eishockey. Und dann traf Faber im Powerplay.

Zwölf Jahre nach der Insolvenz der Vorgänger von den Lions steht Frankfurt damit kurz vor der Rückkehr in die erstklassige DEL, nun, da das Tor nach oben seit voriger Saison wieder offen ist – ein Schritt fehlt noch bis zum Traumziel. Die erste von vier Gelegenheiten dazu: Am Freitag (20 Uhr), dann in Ravensburg. Da könnten auf Frankfurter Seite wieder alle Dämme brechen.

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