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Noch nicht ganz aus dem Spiel

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Von: Daniel Schmitt

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Nur noch Vierter: der Darmstädter Marvin Mehlem. dpa
Nur noch Vierter: der Darmstädter Marvin Mehlem. dpa © dpa

Darmstadt 98 muss im Fern-Triell auf Patzer der Konkurrenz hoffen

Die Gesichter passten am späten Freitagabend nicht mehr zu den Worten, was nicht weiter verwunderlich sein durfte nach diesem herben Rückschlag, dem mutmaßlichen Tiefschlag im Aufstiegsrennen der zweiten Fußballliga für Darmstadt 98. Die 1:2-Niederlage bei Fortuna Düsseldorf schmerzte, na klar, weil die Südhessen direkt nach dem Abpfiff schon ahnten, was an den folgenden beiden Tagen kommen würde: Siege der schwergewichtigen Aufstiegskonkurrenz aus Gelsenkirchen, Hamburg und Bremen und damit einhergehend einen Spieltag vor Ultimo das eigene Abrutschen auf Rang vier der Tabelle - bei Punktgleichheit mit dem HSV nur wegen der um neun Treffer schlechteren Tordifferenz. Niederschmetternd.

Die Gesichter der Darmstädter Spieler also passten sich verständlicherweise dieser Enttäuschung an, obwohl die mitgereisten 5000 Lilien-Fans ihre Mannschaft trotz der Pleite nach allen Regeln der Kunst abfeierten, ihnen ein gutes Gefühl im unguten Moment zu geben versuchten. Zumindest verbal hielten sich die Darmstädter anschließend tapfer. „Wir werden die Köpfe nicht hängen lassen, es bleibt noch ein Spiel“, sagte etwa Stürmer Phillip Tietz. Oder Kapitän Fabian Holland: „Wir waren in dieser Saison immer wieder da, wenn uns alle schon abgeschrieben haben. Wir werden Paderborn mit vollem Herz und Leidenschaft angehen.“

Aufgeben ist nicht beim SVD. Am Sonntag daheim gegen den SC Paderborn ist ein Dreier das unumstößliche Ziel, idealerweise sollte der Sieg auch möglichst früh durch eigene Treffer eingeleitet werden, um die besser platzierte Konkurrenz vom SV Werder und dem HSV im Fern-Triell stärker unter Druck zu setzen. „Uns ist es immer wieder gelungen, uns aufzurappeln“, betonte der Darmstädter Trainer Torsten Lieberknecht mit Blick auf die bei den Lilien im Übermaß vorhandene Stehaufmentalität. Vorbei ist es also noch lange nicht, sonderlich gut sieht es für die Südhessen vor dem finalen Kraftakt aber auch nicht mehr aus.

Die zwei frühen Gegentore in Düsseldorf (3., 10.), der „Kampf mit den Nerven“, wie Lieberknecht treffend formulierte, könnten womöglich die insgesamt herausragende Darmstädter Saison doch in einer (kleinen) Enttäuschung münden lassen. Die Gesichter am Freitagabend jedenfalls sagten für den Moment mehr als Worte.

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