Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Niko Kovac soll das von einem Oligarchen unterstützte AS Monaco wieder „an die Spitze“ führen.
+
Niko Kovac soll das von einem Oligarchen unterstützte AS Monaco wieder „an die Spitze“ führen.

Niko Kovac

Ein Arbeiter fürs Fürstentum

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
    schließen

Im mondänen Monaco soll der frühere Bayern- und Eintracht-Trainer Niko Kovac für einen Aufschwung sorgen.

Es ist schon ein imposanter Blick, der sich den Betrachtern da bietet: Hoch droben an den Klippen des Le-Rocher-Felsens und inmitten eines prächtig angelegten Parks stehend, im Rücken den Palast, vor sich das tiefblaue Meer, schweift der Blick ganz automatisch auch nach unten – auf den Bezirk Fontvieille, direkt an den Fluten gelegen, Haus an Haus gepresst, und mittendrin auch noch ein Fußballstadion hineingezwängt. Das Stade Louis II, das künftig ganz offenbar zum neue Arbeitsplatz von Niko Kovac wird.

Übereinstimmenden Medienberichte zufolge, die die Erstmeldung der seriösen „L’Equipe“ bestätigen, soll der ehemalige Bayern- und Eintracht-Trainer fortan die Leitung bei AS Monaco übernehmen. Knapp neun Monate nach der bitteren Entlassung beim deutschen Rekordmeister aus München wäre der 48-jährige Kovac damit der Nachfolger von Robert Moreno. Einzig die offizielle Bestätigung des Trainerwechsels im zweitkleinsten Staat der Welt (nur der Vatikanstaat ist noch kleiner) steht noch aus.

Nach dem Aus in München war der ehemalige kroatische Nationaltrainer in den vergangenen neun Monaten immer wieder mit verschiedenen Vereinen in Verbindung gebracht worden – allen voran mit der sich finanziell gerade aufrüstenden Berliner Hertha. Hätte ja auch wunderbar gepasst diese Vorstellung, dass der Berliner Junge aus dem Wedding, wo Kovac aufgewachsen ist, den Hauptstadtklub sportlich nach oben führt. Bloß: Kovac wollte nicht, lieber verbrachte er Zeit mit seiner Familie in Salzburg. Als die Hertha im Frühjahr einen Nachfolger für Jürgen Klinsmann suchte, blockte der Frankfurter Pokalsiegertrainer von 2018 ab. „Ich gehe davon aus, dass es erst im Sommer wieder etwas werden wird, darauf bereite ich mich vor“, sagte Kovac im Februar bei Servus-TV.

Nun soll es also das mondäne Monaco für den fleißigen Arbeiter werden. Zwar spricht Kovac kein Französisch, bei einem ohnehin recht international besetzten Kader (19 verschiedene Nationalitäten) sollte das aber nicht die allerwichtigste Rolle spielen. Viel eher steht Kovac eine andere große Aufgaben ins Haus: Den Besitzer und Präsidenten Dmitri Jewgenjewitsch Rybolowlew zufrieden zu stellen. Der Russe, der einst mit Düngemitteln zu einem der reichsten Menschen der Welt wurde und seit 2011 die Geschicke beim Klub an der Côte d’Azur leitet, hat sich das hohe Ziel gesetzt, Association Sportive de Monaco wieder „an die Spitze“ zu bringen. Anfangs erstmal national, später dann auch international.

Saisonstart am 23. August

Seitdem die Mannschaft aus dem Fürstentum 2017 bis ins Halbfinale der Champions League vorgedrungen war – damals unter anderem mit solch Ausnahmekickern wie Kylian Mbappé (jetzt Paris Saint-Germain) und Bernardo Silva (Manchester City) in seinen Reihen –, ging es bergab. Die Saison 2018/19 schlossen die Monegassen unter der zwischenzeitlichen Anleitung von Trainer Thierry Henry nur zwei Punkte vor der Abstiegszone ab, vergangene Runde waren sie mittelmäßiger Tabellenneunter, bevor die Spielzeit coronabedingt abgebrochen wurde.

Es gibt gewiss genug zu tun für Niko Kovac. Gerade die Defensive muss er dicht bekommen, nur drei andere Vereine der französischen Ligue 1 bekamen vergangene Saison mehr Bälle ins eigene Netz eingeschenkt. Freilich zählt die Stabilisierung von Mannschaft zur Kernkompetenz des Fußballlehrers, das hatte er vor allem während seiner zweieinhalb Jahre bei Eintracht Frankfurt eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Die AS Monaco befindet sich momentan bereits in der Vorbereitung auf die neue Saison. Schon ab dem 23. August soll in Frankreich der Ball wieder rollen. Für Niko Kovac würde es im Auftaktspiel gegen Stade Reims erstmals an der Seitenlinie ernst werden – inmitten des so imposant gelegenen Stade Louis II. mit sid

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare