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Durchsetzungsstark: Elvis Rexhbecaj.
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Durchsetzungsstark: Elvis Rexhbecaj.

Elvis Rexhbecaj

Mit Trikot auf Fahne

  • Frank Hellmann
    vonFrank Hellmann
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Kölner Doppeltorschütze bekämpft den Frust nicht nur mit zwei Treffern. Teamkollege Dominick Drexler in der Kritik wegen „Spacken“-Spruchs gegen die eigenen Fans.

Inzwischen ist Elvis Rexhbecaj ja lange genug beim 1. FC Köln, um mit den Gepflogenheiten dieses überaus emotionalen, gerne auch chaotischen Traditionsvereins vertraut zu sein. Also wusste der Doppeltorschütze im Derby bei Borussia Mönchengladbach (2:1) ziemlich genau, was da nach dem Spiel mit seinem Trikot passierte. Die Mitspieler packten es auf die Eckfahne, um damit wild herumzuschwenken.

Damit war genau jener Torjubel nachgemacht, mit dem Gladbachs Torjäger Marcus Thuram seine Treffer zu feiern pflegt. Ein Ritual, das die Fohlenelf auch beim Prestigesieg in der Domstadt am 3. Oktober anwandte. „Rache ist süß. Ich habe einfach mein Trikot ausgezogen, und dann haben wir es auf die Fahne gepackt“, sagte Rexhbecaj.

„Elvis ist einer der Jungs, die du als Trainer nur lieb haben kannst. Ich hatte vom ersten Moment an das Gefühl, dass er eigentlich ein Kölner ist“, sagte Trainer Gisdol. Schon nach dem Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05, als die Leihgabe des VfL Wolfsburg das Goldene Tor erzielt, wurde der 23-Jährige „King Elvis“ getauft. Und noch etwas gefällt Gisdol an dem extrem mannschaftsdienlichen Mittelfeldspieler, der im Alter von zwei Jahren mit der vor dem Kosovokrieg flüchtenden Familie nach Deutschland kam: „Man sollte nicht unterschätzen, wie gut er seine Mitspieler coacht. Er lebt Fußball. Er lebt unser Spiel.“

Der gebürtige Schwabe wirkte im Borussia-Park hochgradig erleichtert: „Wenn ein Team so eine Leistung bringt nach so einem verrückten Tag, lässt man seinen Gefühlen freien Lauf.“ Mit dem „verrückten Tag“ meinte Gisdol den Wirbel um einen unpassenden Spruch aus dem Mannschaftsbus. Dominick Drexler bezeichnete am Freitag eigene Fans in einem Video als „Spacken“, weil diese bei der Abfahrt Pyrotechnik gezündet hatten – dann widmeten sich Drexler und Kollegen wieder dem Kartenspiel. Die Mannschaft entschuldigte sich für die Worte mit einem Statement. Letztlich waren zur Versöhnung mit dem Anhang die Taten aber viel wichtiger, die Matchwinner Elvis Rexhbecaj mit seinen beiden Toren (3. und 55.) folgen ließ.

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