Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Missglückte Rückkehr

Julian Draxler wird bei seinem DFB-Comeback ausgebremst

Die Rückkehr nach Wolfsburg hatte sich Julian Draxler ganz anders vorgestellt. Statt nach über einem Jahr sein ersehntes Comeback in der Nationalmannschaft zu feiern, reiste der 28-Jährige frustriert nach Paris zurück. Nach einem „sehr guten Training“, wie Hansi Flick betonte, zog sich Draxler eine Muskelverletzung zu. „Das tut mir wirklich leid“, sagte der Bundestrainer und prognostizierte, dass der Mittelfeldspieler „eine Zeit lang“ ausfallen werde.

Für Draxler ist es ein bitterer Rückschlag. In den Tagen in der Autostadt und anschließend in Armenien wollte er Flick beweisen, dass er in die DFB-Auswahl gehört. Bisher hatte der neue Bundestrainer noch nicht auf Draxler gesetzt, und auch Vorgänger Joachim Löw verzichtete bei der EM im Sommer auf seinen Kapitän beim Confed-Cup-Triumph 2017.

Bei Paris nur zweite Wahl

„Draxler“, sagte Flick, habe „fußballerisch eine enorme Qualität, die uns weiterbringen kann“. Doch diese kann er im Starensemble bei Paris St. Germain viel zu selten zeigen. Angesichts der starken Offensiv-Konkurrenz mit Neymar, Lionel Messi und Kylian Mbappe freut sich Draxler schon über „jede Minute, die ich mit den Jungs auf dem Platz stehe“. Mit solchen Spielern mache es einfach „riesigen Spaß“.

Um allerdings in Flicks Kader für die Winter-WM 2022 in Katar zu stehen, benötigt der Weltmeister von 2014 regelmäßig Spielpraxis. Das letzte seiner bisher 56 Länderspiele (sieben Tore) datiert vom Oktober 2020 gegen die Schweiz (3:3). „Der geniale Deutsche auf der Ersatzbank“, schrieben schon französische Medien über ihn. Dennoch verlängerte er seinen Vertrag bei PSG bis Juni 2024.

Seine Entscheidungen waren nicht immer für jeden nachvollziehbar. Der in Gladbeck geborene hoch talentierte Draxler feierte im Alter von 17 Jahren sein Bundesliga-Debüt bei Schalke 04. Der Schmerz und das Unverständnis des königsblauen Anhangs über seinen Wechsel 2015 nach Wolfsburg waren riesig.

Für fünf Jahre unterschrieb er bei den Wölfen, nach anderthalb zog es ihn schon in die französische Hauptstadt. Trotz der zahlreichen Titel wurde er aber auch dort nicht restlos glücklich. Das DFB-Team erlebte im Sommer 2017 aber einen verwandelten Draxler. Als Löw mit Blick auf die WM beim Confed Cup in Russland einige Stammkräfte schonte, schlüpfte Draxler in die Rolle es Anführers. Doch diese hielt nach dem überraschenden Erfolg nicht mehr lange an. In der Nationalmannschaft spielte Draxler nur noch eine Nebenrolle. Seine Rückkehr sah er nun als Chance. Doch sie war vorbei, bevor er sie richtig wahrnehmen konnte. sid

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare