Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Abschied von Barca

Lionel Messi: Die Verzwergung des FC Barcelona

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
    schließen

Offenbar sind Liga und Verein überein gekommen, dass sich der Spielbetrieb in Spanien besser ohne den megateuren Superstar organisieren lässt als ohne den ganzen FC Barcelona. Der Kommentar.

Bareclona - Seit einer gefühlten Ewigkeit war es so: Wenn der FC Barcelona Fußball spielte, suchte man unvermittelt nach Lionel Messi - und fand ihn schnell, wenn sich der kleine Kerl mal wieder schlangenartig um hilflose Gegner wand. Der Klub und der Mann, für den „Superstar“ keine übertriebene Bezeichnung ist, gehörten zusammen. Kein Profi der Gegenwart hat einen Verein so sehr mit seinen außergewöhnlichen Talent geprägt wie Messi den FC Barcelona. Was im Umkehrschluss bedeutet: Kein Klub war derart abhängig von einem einzigen, noch dazu sehr, sehr selten verletzten Spieler.

Das führte dazu, dass Messi zu mächtig wurde und seit 2017 Jahr für Jahr die astronomische Gehaltssumme von 138 Millionen Euro überwiesen bekam. Das sind täglich 380.000 Euro, Die Kluboberen nahmen absurderweise in Kauf, dass der Spielerkader mehr Geld verschlang, als überhaupt eingenommen wurde. Schleierhaft, wieso die Liga dem grotesken Finanzgebaren nicht viel eher einen Riegel vorschob.

Abschied: Lionel Messi spielt nicht mehr für den FC Barcelona.

Lionel Messi hat den FC Barcelona nahe an den Ruin getrieben

Lionel Messi hat den FC Barcelona über anderthalb Jahrzehnte zum noch viel größeren Giganten gemacht, als es der Klub ohnehin schon war - und er hat ihn gleichzeitig nahe an den Ruin getrieben. Millionen Menschen sind vor allem wegen des kleinen Argentiniers von weither in die katalonische Hauptstadt angereist, um die Spiele des FC Barcelona zu verfolgen. Messi war noch größer als der Klub.

Deshalb ist die Trennung vom sicherlich besten Spieler der Welt nicht nur seiner Generation, sondern seit Erfindung des modernen Fußballspiels für Barça auch so schmerzlich. Einerseits. Andererseits: Noch schmerzlicher wäre es, wenn die ohnehin gerade stattfindende Verzwergung des stolzen Klubs - Aus im Achtelfinale der Champions League, dritter Platz in La Liga - wegen des Falls Messi in einem Lizenzentzug enden würde. Offenbar sind Liga und Verein überein gekommen, dass sich der Spielbetrieb besser ohne Messi organisieren lässt als ohne den ganzen FC Barcelona.

Lionel MessiStatistiken beim FC Barcelona
Spiele778
Tore672
Vorlagen305

Lionel Messi zieht es woanders hin

Und offenbar war der Spieler angesichts der Aussicht, anderswo besser entlohnt zu werden, auch nicht bereit, auf deutlich mehr als 50 Prozent seines vorherigen Gehalts zu verzichten. So verschieben sich die Gewichte im europäischen Topfußball nun wohl noch mehr Richtung Paris, wo mit dem Geld der Scheichs aus Katar der ersehnte Königsklassentitel erkauft wird. Messi wäre nach Donnarumma, Ramos und Wijnaldum der vierte ablösefreie Transfer. Gut fürs ohnehin prall gefüllte Gehaltskonto. (Jan Christian Müller)

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare