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Trost vom Gegner: Der frustrierte Kölner Jonas Hector (l) und der Mainzer Danny da Costa.
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Trost vom Gegner: Der frustrierte Kölner Jonas Hector (l) und der Mainzer Danny da Costa.

Später Sieg beim 1. FC Köln

Mentalitätswandel bei Mainz 05

  • Jan Christian Müller
    vonJan Christian Müller
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Die Rheinhessen geben sich nicht mehr so schnell geschlagen wie noch in der Vorrunde. Trainer Bo Svensson kritisiert Videoassistenten.

Der Mainzer Trainer Bo Svensson besitzt die Gabe, aus süßen Siegen sauren Honig zu saugen. Nach einem überglücklichen 3;2-Sieg im Sechspunktespiel in Köln am Sonntagabend durch ein Tor in der Nachspielzeit sagte der Däne stocknüchtern: „Wir müssen sehr viel besser machen, um unseren Anspruch zu rechtfertigen. Das war nicht gut genug. Wenn wir uns in den letzten sechs Saisonspielen so präsentieren, werden wir nicht viele Punkte sammeln.“

Svensson war in der Halbzeitpause sehr deutlich geworden. „Da haben wir eine Ansage bekommen“, gab Robin Zentner später zu. So kam es, dass auch der 1:2-Rückstand nach einer Stunde nur einen kurzen Schockmoment hinterließ. Postwendend erzielte Karim Onisiwo das 2:2, ehe Leandro Barreiro in der 92. Minute den 3:2-Schlusspunkt setzte. Der Torwart sprach von „einem Mentalitätswandel, der uns in der Rückrunde Punkte gebracht hat“.

Bo Svensson hat Mentalität reingebracht

Tatsächlich spricht viel dafür, dass Mainz 05 solche Spiele in der Vorrunde relativ sang- und klanglos verloren hätte. Widerstandsfähigkeit gehörte seinerzeit nicht zu den hervorstechenden Eigenschaften einer Mannschaft, die Svensson auf wundersame Weise vor der Selbstauflösung befreit hat. Die Rückrunden-Zwischenbilanz liest sich wie die eines Anwärters auf die Europa League: Sechs Siege, drei Unentschieden, zwei Niederlagen. Mittlerweile sind es so fünf Punkte Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz geworden, auf dem die Nullfünfer den traurigen Gegner Köln hinterlassen haben.

Die beiden kommenden Spiele könnten für Mainz 05 zum endgültigen Befreiungsschlag werden. Am Sonntag geht es daheim gegen die inzwischen überholte Hertha aus Berlin, am Mittwoch darauf zum Wochenspieltag zu den schwächelnden Werderanern nach Bremen, die gerade mal zwei Pünktchen Vorsprung vor Mainz 05 in den 28. Spieltag gerettet haben. Nach dem 16. Spieltag waren es noch deren elf Zähler gewesen.

Burkardt mit geschwollenem Auge

Bo Svensson hat mittlerweile sogar Zeit und Lust, sich nicht nur mit seiner eigenen Mannschaft zu beschäftigen. Am Montag nutzte der Däne das Pressegespräch, seinen Ärger über zwei Entscheidungen von Köln kundzutun. Einmal, weil es einen Handelfmeter gegen seine Mannschaft gegeben hatte, der dem aktuellen Regelwerk zwar entspricht, aber durch einen Schuss aus kurzer Distanz zustande gekommen war. „Ich verstehe nicht, dass es Elfmeter gibt, wenn man aus drei Metern angeschossen wird.“ Dass die Regel zur kommenden Saison geändert wird, findet Svensson zu spät. Außerdem ärgerte er sich, dass ein Kölner Ellbogeneinsatz gegen seinen Stürmer Jonny Burkardt im Strafraum nicht zumindest durch den Videoassistenten gecheckt wurde. „Warum wird das nicht überprüft? Die Thematik mit dem Videobeweis nervt mich die ganze Zeit.“ Immerhin: Burkardt musste mit einer Schwellung unter dem Auge ausgewechselt werden. Dem 20-Jährigen geht es inzwischen wieder besser.

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