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Ricardo Pepi
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Ricardo Pepi

Mehr als nur ein Transfer

  • Günter Klein
    VonGünter Klein
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Der kleine FC Augsburg zahlt bis zu 20 Millionen Euro für ein 18-jähriges US-Talent

Er hat schon mal beim FC Bayern vorgespielt, probehalber am Campus, und steht seitdem unter interessierter Beobachtung des Rekordmeisters. Auch der VfL Wolfsburg, ein finanzielles Schwergewicht der Bundesliga, hatte ihn auf dem Zettel. Doch landen wird Ricardo Pepi, 18, Stürmer des FC Dallas und trotz seines jungen Alters auch schon US-amerikanischer Nationalspieler, beim FC Augsburg. Ablöse: mindestens 13 Millionen Euro, mit den üblichen Boni kann sie auf bis zu 20 Millionen anwachsen. Ein Transfer, der für Verwunderung sorgt – und für Fragen.

Sprengt er nicht den Rahmen des FCA? Für Martin Hinteregger (jetzt Frankfurt) hat Augsburg mal zehn Millionen auf den Tisch gelegt, für Torhüter Tomas Koubek sieben Millionen, eine annähernde Summe diese Saison für Niklas Dorsch – doch eigentlich gilt bei den Schwaben der von Ex-Manager Andreas Rettig hinterlassene Grundsatz, zum „Studententarif“ einzukaufen oder Spieler von höherrangigen Klubs, die Praxis brauchen, auszuleihen.

Eine klar zweistellige Millionensumme für einen 18-jährigen US-Boy ist daher mehr als ungewöhnlich für den FCA, der 2020/21 einen bescheidenen Umsatz von 80,968 Millionen Euro erzielte, aber stolz war, „dass unser Eigenkapital trotz Corona nicht nachgegeben hat“, so Präsident Klaus Hofmann. Als Höchstsalär innerhalb des Kaders nannte er bei der Mitgliederversammlung im Oktober „200 000 Euro im Monat“.

Steckt US-Investor David Blitzer hinter dem Pepi-Transfer? Neben Präsident Hofmann ist der amerikanische Unternehmer David Blitzer wesentlicher Gesellschafter der Investoren GmbH, die den FC Augsburg finanziell trägt. Blitzer, der Minderheitenbeteiligungen im US-Sport (New Jersey Devils – Eishockey, Philadelphia 76ers) und am Premier-League-Klub Crystal Palace hält, stieg vor knapp einem Jahr in Augsburg ein – Hofmann hatte ihn „in einer Videokonferenz“ angesprochen. „Mit David sind wir im Krisenfall robuster aufgestellt, die Entscheidungen treffe aber ausschließlich ich, es ändert sich also nichts“, sagt Brandschutzunternehmer Klaus Hofmann. Auffällig aber ist: Seit Blitzer an Bord ist, bemüht sich Augsburg um einen originellen englischsprachigen Social-Media-Auftritt, hat auch einen Vermarktungsvertrag mit einer Firma, die Kappen herstellt. Und mit Pepi stärkt man seine US-Präsenz.

Hat der FC Bayern mit dem Transfer zu tun? Die Spekulation rührt daher, dass Pepi für den FC Dallas spielt, mit dem der FC Bayern kooperiert. Außerdem gibt es den Präzedenzfall, dass die Münchner einen Spieler, der für sie eine Zukunftsoption war, bei einem ungefährlichen Konkurrenten parken: So geschah es 2016/17 mit Serge Gnabry bei Werder Bremen. Der FC Bayern soll an Pepi aber nicht beteiligt sein.

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