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Künstlerpech: Lukas Hradecky unterläuft ein Eigentor.
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Künstlerpech: Lukas Hradecky unterläuft ein Eigentor.

Dummes Eigentor

Lukas Hradecky: Zu viel Krake

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Ausgerechnet der ehemalige Eintracht-Torwart Lukas Hradecky bringt Finnland ins Hintertreffen

Natürlich kennt Lukas Hradecky diese peinlichen Momente, in denen man als Sportler, genauer: als Torwart, am liebsten im nächsten Erdloch verschwinden möchte. Es gab da schon den einen oder anderen Raben, den der finnische Ballfänger gefangen hat, in der Bundesliga zuletzt im Spiel seines Arbeitgebers Bayer Leverkusen gegen Arminia Bielefeld, als ihm ein simpler Rückpass über den Schuh hoppelte. Und Torleute haben halt das Pech, das in der Regel hinter ihnen keiner mehr ist, der den Bolzen ausbügeln kann. Gehört dazu, ist ärgerlich, aber damit muss man leben können.

Lukas Hradecky kann damit leben. Er ist ja ohnehin eher mit sonnigem Gemüt, sein Glas ist immer halb voll, und wenn es dann noch mit Gerstensaft gefüllt ist, umso besser.

Jetzt ist dem 31 Jahre alten Finnen mit slowakischen Wurzeln im dritten Gruppenspiel seiner Mannschaft in St, Petersburg gegen Belgien so ein krummes Ding unterlaufen, eines aus der Kategorie „Kacktor des Jahres“, aber Schuld hatte der Mann eigentlich nicht: Vom Lattenkreuz prallte ein Kopfball zurück und ihm an die ausgestreckte Handschuhhand, von wo aus die Kugel hinter die Linie prallte, ein letzter Rettungsversuch ging ebenfalls schief. 0:1, ganz dumm gelaufen für den wackeren Hradecky.

Denn bis dato hatte er die belgische Ausnahmeelf, einer der Favoriten auf den Turniersieg, mit klasse Paraden fasst allein zur Verzweiflung getrieben. Was die Lukakus, Hazards, de Bruynes auch versuchten, die Krake Hradecky hatte stets eine Hand oder einen Fuß dazwischen bekommen - bis eben zu jener 74. Minute, als er sich den Ball selbst ins Tor patschte. Kurz darauf fiel das 0:2, da war der tüchtige Tormann chancenlos. Womöglich kann der skandinavische EM-Neuling hoffen, als einer der vier besten Dritten weiter mitzuspielen, sehr wahrscheinlich ist das bei nur drei Zählern aber nicht. Doch die Finnen haben sich gut aus der EM-Affäre gezogen, auch er Ex-Eintrachtler Hradecky, der im ersten, so dramatischen Spiel gegen Dänemark (1:0) gar einen Elfmeter abwehrte.

Die Begeisterung der finnischen Fans in St. Petersburg konnte der Spielausgang nicht trüben. Noch eine halbe Stunde nach Abpfiff feierten die Fans in blau und weiß in ihrem Block, und natürlich auch Lukas Hradecky. mit sid

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