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Torschütze für die Hertha: Luca Netz. dpa
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Torschütze für die Hertha: Luca Netz. dpa

Volltreffer

Luca Netz kommt ohne Ferrari

  • Thomas Kilchenstein
    vonThomas Kilchenstein
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Ein erst 17-jähriger Jungspund hält die Hoffnung bei Hertha BSC mit seinem ersten Bundesligator am Leben. Am Berliner Linksverteidiger hat der FC Bayern aber das Interesse verloren.

Typisch Berliner Schnauze, könnte man sagen, „eine gute Finte“, sei das doch gewesen, oder, sagte der junge Kerl in die Kamera und grinste breit. Dabei hatte er sich den Ball bei seinem Tor kurz nach seiner Einwechselung (79.) erst ans eigene Bein geschossen, weswegen der Stuttgarter Torwart Gregor Kobel in die entgegengesetzte Richtung hechtete. Das Tor war dadurch sperrangelweit offen, Luca Netz, ein 17-jähriger Grünschnabel, schob locker ein, babyeinfach. „Tor ist Tor“, sagte der jüngste Berliner Torschütze glücklich, 1:1, wenigstens einen Punkt gerettet. Doch die Sieglos-Serie der Hertha hält jetzt seit sieben Spielen an, einen mageren Zähler trennt die Hauptstadt vor dem Relegationsplatz.

Immerhin nicht verloren, das ist ja schon was bei Hertha, und jetzt hat man sogar zwei Hoffnungsträger, einen ganz jungen und einen alten. Sami Khedira, 33, Weltmeister, hatte den Treffer mehr zufällig mit einem No-Look-Pass vorbereitet. Die Partie in seiner Geburtsstadt war auch für den Rio-Weltmeister was besonderes, gegen Hertha hatte der Schwabe 2006 sein erstes Bundesligaspiel bestritten, just in der Saison, in der er den VfB am 34. Spieltag zur Meisterschaft geköpft hatte, an diesem Samstag bestritt er sein 100.

Aber der Jungspund hat ihm die Show gestohlen. Luca Netz, aus dem nördlichsten Berliner Stadtteil Buch stammend, gehört die Zukunft, sieben Einsätze hat der Linksverteidiger mit dem starken linken Fuß bestritten, es wären sicher mehr, wenn er sich nicht im Mai 2020 den Mittelfuß gebrochen hätte. Lernen muss er freilich noch einiges, in Frankfurt etwa zeigte ihm Aymen Barkok in 45 Minuten Grenzen auf, zur Pause musste das Talent in der Kabine bleiben. Im Alter von sieben Jahren war der mit einem Fördervertrag bis 2022 an die Berliner gebundene kräftige Auswahlspieler zur Hertha gekommen, Ex-Trainer Bruno Labbadia hat seine Fähigkeiten erkannt. Nachfolger Pal Dardei lobte seine „unglaubliche Statur“. Er sei „ein guter Junge“. Und keiner, der „mit dem Ferrari vor die Kabine fährt“. Und auch nicht nach München. Die Bayern haben mittlerweile ihr Interesse verloren. mit sid

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