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Löwen-Stürmer Dominik Bokk rockt die Liga

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Von: Markus Katzenbach

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Viel los vorm Tor von Löwen-Keeper Jake Hildebrand.
Viel los vorm Tor von Löwen-Keeper Jake Hildebrand. © Eibner/Imago

Frankfurter führt DEL-Torjägerliste nach sieben Spieltagen an - und holt zumindest einen Punkt in Straubing.

Wirklich zufrieden war Dominik Bokk nicht, so kurz nach der letzten Sirene des Sonntagabends, da konnte der Reporter von Magenta-Sport noch so viel Löwen-Lob in seine Fragen verpacken. „Ich glaube, es war kein gutes Spiel von uns“, übte sich der junge Stürmer der Frankfurter Löwen in Selbstkritik, als das Gastspiel bei den Straubing Tigers gerade verloren gegangen war, mit 3:4 (1:1, 1:1, 1:1/0:1) nach Verlängerung.

Einen Punkt immerhin hatte der Aufsteiger in die erste Klasse des deutschen Eishockeys spät noch gerettet, nicht zuletzt dank Bokk, und das bei einem Teilnehmer der Champions Hockey League. Wie er mit sich und Seinen ins Gericht ging, zeigte indes die selbstgestellten Frankfurter Ansprüche. „Wir haben Straubing zu viel Platz gelassen und nicht aggressiv genug gespielt“, haderte er.

Tatsächlich war es nicht unbedingt die beste Löwen-Leistung der bisherigen Saison gewesen, da liegt die Latte aber auch schon hoch, nach den bisher allesamt sehr ordentlichen Auftritten. Und doch wäre wieder mehr möglich gehalten. Bokk (7.) und Rylan Schwartz (26.) in Überzahl hatten die Gäste vor 3957 Zuschauenden im stimmungsvollen Eisstadion im Pulverturm zwei Mal in Führung gebracht, Straubing aber traf drei Mal in den ersten vier Powerplays: Luke Adam (18.), Travis St. Denis (36.) und dann eben Travis Turnbull (53.) sorgten für diese eine stattliche Tigers-Quote, die Frankfurter Headcoach Gerry Fleming wiederum sanft tadeln ließ; „Unsere Special Teams haben uns heute etwas im Stich gelassen.“

Dafür bewiesen seine Löwen erneut Biss und Behauptungswillen. 16 Sekunden vor Schluss, mit einem sechsten Feldspieler für Goalie Jake Hildebrand auf dem Eis, schlugen sie durch Bokk noch einmal zurück – nicht die erste Last-Minute-Dramaturgie dieser früh recht abwechslungsreichen Runde. Ehe St. Denis in der Extraschicht Straubing den Zusatzpunkt bescherte, zu einem nun auch nicht unerwarteten Tigers-Sieg. „Jeder weiß, dass Straubing eine gute Mannschaft ist“, räumte Bokk ein, bei aller Selbstkritik.

Bemerkenswert: Aus den vier Spielen gegen die besten Vier der vergangenen DEL-Hauptrunde, die deutschen Starter in der Champions Hockey League, holten die Liganeulinge, für die es am Freitag (19.30 Uhr) daheim gegen die Düsseldorfer EG weitergeht, damit sieben ihrer bisher zehn Punkte. Drei in Wolfsburg, einen in Berlin, zwei für das spektakuläre 4:3 nach Penaltyschießen am Freitag zuvor gegen München, einen in Straubing. Letzteres ohne die angeschlagenen Reece Scarlett und Brett Breitkreuz sowie den gesperrten Ryan Olsen, dafür mit dem 21-jährigen Ersatzstürmer Constantin Vogt. Und natürlich dem nur ein Jahr älteren Dominik Bokk, nach sieben Spieltagen verblüffenderweise bester Torjäger der ersten Klasse – und am Sonntagabend trotzdem nicht ganz zufrieden, verständlicherweise.

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