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Löwen peilen Siege an

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Von: Markus Katzenbach

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Kampf um den Puck: Davis Vandane von den Löwen Frankfurt.
Kampf um den Puck: Davis Vandane von den Löwen Frankfurt. © IMAGO/Beautiful Sports

Frankfurter Eishockeyprofis sollen gegen Iserlohn und Nürnberg die DEL-Tauglichkeit zeigen

Thomas Popiesch kennt sich aus in der Eissporthalle am Ratsweg. Von 1995 bis 1997 schließlich ging er für die Frankfurt Lions in der DEL auf Puckjagd, und als er nun zu einem speziellen Sonntagsbesuch wieder einmal vor Ort war, weckte das Erinnerungen. „Wenn man hierher kommt, denkt man, es ist 1995, es ist alles identisch“, streifte der einstige Stürmer staunend die leidige Frankfurter Spielstättendebatte und fand in dem archaischen Charme immerhin einen möglichen Vorteil. „Das ist manchmal auch gut so“, befand Popiesch, denn: „Die Atmosphäre war wirklich toll.“

Gut nur in seinem Sinn, dass auch die Energie von den Rängen nicht ausreichte, um eine Wendung der Partie zu verhindern. 4:3 gewannen die seit einigen Jahren schon von Popiesch trainierten Fischtown Pinguins aus Bremerhaven spät und nach einem starken Auftritt durchaus verdient noch bei den Lions-Nachfolgern von den Löwen, obwohl sie früh 0:3 zurückgelegen hatten. Womit das erste Frankfurter Wochenende nach der Rückkehr in die erste Klasse des deutschen Eishockeys wiederum nach einem verblüffenden Freitag mit dem 5:2 bei der Spitzenmannschaft aus Wolfsburg und weiteren berauschenden Zwischenständen gegen Bremerhaven mit einer gewissen Ernüchterung endete.

„Das war ein ordentlicher Start“, resümierte Löwen-Sportdirektor Franz-David Fritzmeier, nicht ohne gleich voraus zu blicken: „Aber wir müssen besser werden.“ Gelegenheiten dazu gibt es im raschen Takt. Am Freitag (19.30 Uhr) kommen die Iserlohn Roosters an den Ratsweg, am Sonntag (14 Uhr) fahren die Löwen zu den Eisbären Berlin und am Dienstag (19.30 Uhr) schon wieder zu den Nürnberg Ice Tigers. Während die ersten beiden Gegner aus Wolfsburg und Bremerhaven Top-Sechs-Kandidaten waren und die Berliner Meister von anderem Kaliber sein durften, erwartet Fritzmeier mit Iserlohn und Nürnberg nun Teams, die „eher unsere Kragenweite“ sind.

Highlight in Berlin

„Das sind Gegner auf Augenhöhe“, sagt der Sportdirektor, „da wollen wir hin, mindestens. Eigentlich wollen wir sie hinter uns lassen.“ Wobei Fritzmeier und Co, bewusst ist, als Aufsteiger nicht einfach so an solchen etablierten Erstligisten vorbei ziehen zu können. „Iserlohn war zuletzt nicht so erfolgreich. Aber es ist eine gestandene Mannschaft, in die noch einmal viel investiert wurde und die ein Anwärter auf die Playoffs ist“, betont er. Und Nürnberg sei vor dem Saisonstart „nicht so hoch gehandelt worden“, erinnert Fritzmeier, „aber sie haben gleich ein Ausrufezeichen gesetzt und Berlin geschlagen“.

Ob das Löwen am Sonntag auch glücken könnte? „Vielleicht geht das am Saisonanfang noch eher als im Januar oder Februar“, sinniert Fritzmeier, so oder so: Unabhängig vom Ergebnis dürfte der Besuch beim Meister ein Erlebnis werden. „Es wird fantastisch dort spielen zu dürfen“; freut sich Fritzmeier, Punkte in Berlin indes wären für ihn auf gewisse Weise „Bonuspunkte“, die man nicht unbedingt erwarten kann.

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