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Frankfurt Lions

Zu viel Zufriedenheit

Nach der Niederlage gegen Wolfsburg kritisiert Lions-Trainer Rich Chernomaz die nachlassende Einstellung seiner Mannschaft

Von MATTHIAS KITTMANN

Am Tag, nachdem sich die Spieler des Eishockey-Erstligisten Frankfurt Lions erstmals in dieser Saison deutliche Pfiffe hatten anhören müssen, wurde unter den Fans in den Internet-Foren heftig diskutiert. Wie nicht anders zu erwarten, prallte dabei die "Ich habe bezahlt, ich kann pfeifen wann ich will"-Fraktion auf die traditionellen Vertreter, die der Meinung sind: "Man muss sein Team auch dann unterstützen, wenn es mal schlecht läuft."

Lions-Trainer Rich Chernomaz nahm nach dem 3:4 gegen Wolfsburg seine Spieler in die Kritik. Eines wollte er dabei nicht gelten lassen: dass sein Team angesichts der starken Spielbelastung und einiger angeschlagener Akteure ausgelaugt sei. "Dieses Argument zählt für mich nicht", so Chernomaz. "Dass wir noch Kraft haben, haben die letzten zehn Minuten gezeigt, als wie den Drei-Tore-Rückstand fast noch aufgeholt hätten."

Der 44-Jährige hat ein anderes Problem ausgemacht: "Der Erfolg nach 40 Spielen hat einige bei uns etwas zufrieden gemacht. Wenn es dann gegen eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller geht, glauben manche unterbewusst, es reicht schon, die Schlittschuhe anzuziehen, um zu gewinnen. Aber das funktioniert bei uns nicht, wir haben nur dann Erfolg, wenn alle volles Rohr gehen."

Wenn dies einige Spieler nicht machen, bekommen die Lions ein Problem. Denn "mangelnde Konzentration" (Torhüter Ian Gordon) führt zu individuellen Fehlern, und die haben die Lions vor Wolfsburg schon das Spiel in Nürnberg gekostet. Ein Trost: Auch andere Top-Teams wie Berlin und Nürnberg haben sich überraschende Pleiten gegen Schlusslicht Duisburg geleistet. Doch die Luft wird dünner. Noch sind die Lions zwar Tabellenvierter, doch Iserlohn als Fünfter hat den Rückstand im Kampf um das Heimrecht in den Playoffs auf sieben Punkte verkürzt, das Polster auf Rang sieben, der nicht mehr direkt für die Playoff-Qualifikation reicht, ist auf zehn Zähler geschrumpft.

Chernomaz kennt eine solche Situation genau. Denn 2004, als die Lions Meister wurden, verloren sie neun der letzten zehn Hauptrundenspiele. Deswegen weiß er, was gefragt ist: "Hunger und Leidenschaft waren am Anfang unsere Stärke." Oder deutlicher gesprochen: "Wir brauchen wieder Feuer im Arsch."

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