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Glücklos. Adler Brathwaite (re.) hält Slaneys Penalty.
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Glücklos. Adler Brathwaite (re.) hält Slaneys Penalty.

Lions

Viel Aufwand für wenig

Der Eishockey-Erstligist Frankfurt Lions weiß den Punkt in Mannheim aber zu schätzen.

Von MATTHIAS KITTMANN

Einen Punkt gewonnen oder einen verloren, Glas halb leer oder halb voll? Diese Frage stellte sich dem Eishockey-Erstligisten Frankfurt Lions nach der Niederlage im Penaltyschießen in Mannheim. Streng mathematisch gesehen geht das Exempel bei drei zu vergebenden Punkten zwar ohnehin nicht auf, gefühlsmäßig aber schwankten die Lions zwischen halb leer und halb voll. Grundsätzlich ist ein Punkt bei den Adlern immer aller Ehren wert, die gezeigte Leistung hätte jedoch drei Punkte verdient gehabt.

Warum ein starker Auftritt nicht zum Sieg gereicht hat, lässt sich an drei Dingen festmachen. Zu Punkt eins Lions-Coach Rich Chernomaz: "Schiedsrichter Willi Schimm hatte nicht seinen besten Tag. Wir hatten in den letzten beiden Dritteln kein einziges Powerplay." Das muss nicht immer die Schuld des Referees sein, sondern kann einfach daran liegen, dass der Gegner kein Foul begeht. Was Chernomaz sogar indirekt einräumte, als er sagte: "Das war heute wie Schach. Beide Teams haben wenige Fehler gemacht und überwiegend diszipliniert gespielt." Er ärgerte sich aber vor allem über eine Szene, als Schimm ein Lions-Powerplay verhinderte, weil er nicht nur ein Mannheimer, sondern auch ein Frankfurter Foul gesehen haben wollte.

Drei Spiele ohne Powerplaytor

Das ist wie so oft Ansichtssache. Die Frage ist, ob es den Lions genutzt hätte. Denn seit drei Spielen sind die Frankfurter ohne Powerplaytor - und nicht ganz zufällig ohne Sieg. Kurios in Mannheim: Bei fünf gegen fünf waren die Lions stärker als bei einem oder zwei Spielern mehr auf dem Eis. Das Überzahlspiel ist nicht nur eine Frage der Übung, sondern auch des Selbstbewusstseins. Und da hapert es bei den Lions. Weil ihnen derzeit ein wirkungsvoller Schütze von der blauen Linie fehlt - Mathieu Biron etwa hat noch nicht das richtige Timing gefunden -, wird oft ein Pass zu viel gespielt.

Oder klare Chancen werden ausgelassen wie die hundertprozentige von Jamie Wright in Mannheim. Ohnehin ist der Aufwand für ein Tor bei den Lions derzeit zu hoch, nur vier Treffer in drei Spielen sprechen eine klare Sprache. Die Einzigen, die regelmäßig treffen, sind Chris Taylor und Josh Langfeld. Pat Kavanagh spielt zwar engagiert, aber oft unglücklich, Wright hat seinen Rhythmus noch nicht gefunden. Und Jeff Heerema saß dieses Mal als überzähliger Importspieler auf der Tribüne, "weil wir von unseren Ausländern Top-Leistung brauchen. Und seine war zuletzt nicht gut genug", so Manager Dwayne Norris offen. Chernomaz ergänzt: "Er muss ohne Puck mehr arbeiten."

Die Frage mit dem Glas lässt sich in jedem Fall einfach beantworten: Mit einem von neun möglichen Punkten ist es ziemlich leer. Der Teilerfolg in Mannheim hat aber zumindest den Glasboden mit Hoffnung auf mehr benetzt.

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