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Meister der knappen Siege: Frankfurt (im dunklen Trikot: Young) trifft gegen Straubing.
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Meister der knappen Siege: Frankfurt (im dunklen Trikot: Young) trifft gegen Straubing.

Lions

Spiritus rector trifft Frankfurter Bub

Warum die Lions in dieser Eishockey-Saison so schwer zu schlagen sind.

Von MATTHIAS KITTMANN

Das wäre doch mal eine schöne Pisa-Aufgabe in Mathe: Kann eine Mannschaft mit einer Torquote von 34:30 acht Siege aus zehn Spielen holen? ... Es geht! Und zwar dann, wenn alle acht Siege mit einem Tor Vorsprung errungen werden! Ein (gefühlter) DEL-Rekord. Dieses Kunststück gelang den Frankfurt Lions im Dezember. Ein Kurs auf schmalem Grat, aber erfolgreich gemeistert. Entscheidend waren dabei drei Faktoren.

Falsche Vorhersagen

Erstens: Mit dem 1:0 bei den Hamburg Freezers zu Beginn des Monats beendeten die Lions ihre kleine Auswärtsschwäche - im kompletten Dezember verloren die Lions auswärts kein Spiel in regulärer Spielzeit.

Zweitens: Die erste Heimniederlage der Saison nach 60 Minuten gegen Hannover blieb der einzige Patzer.

Drittens: Zwar ist das Team nicht von Verletzungen verschont geblieben, doch waren sie nicht so gravierend wie im Vorjahr.

Viertens: Die Lions haben mehr als einen Matchwinner. Mal ist es Goalie Ian Gordon, mal Kapitän Jason Young, mal Chris Taylor, mal Verteidiger Chris Armstrong, mal Tobias Wörle und, und, und...

Angesichts von 21 Punkten der 30 möglichen fällt es schwer, Kritik zu formulieren. An einem Team, dem vor der Saison eine schwere Zeit vorausgesagt worden war, dann aber vom ersten Spieltag an immer unter den ersten Vier der Tabelle zu finden ist, gibt es kaum etwas zu bemängeln. Acht Siege mit einem Tor Unterschied sprechen dafür, dass die Mannschaft fast immer den Erfolgsweg findet. Eine kaum zu unterschätzende Qualität. Gleichzeitig bedeutet dies aber auch, dass die Lions in jedem Spiel bis zur letzten Minute Vollgas geben mussten. Bislang steckt die Mannschaft diesen Aufwand erstaunlich gut weg. Auch ein Resultat des Fitness-Programms zu Beginn der Saison.

Der Dezember offenbarte allerdings auch ein paar Schwächen, wenn auch welche, die sich nicht gravierend niederschlugen. Zwar ist das Powerplay der Lions mit 23 Prozent ligaweit immer noch spitze, doch zuletzt hakte es öfters. Gleichzeitig ließ auch das Unterzahlspiel nach: acht Gegentreffer in vier Spielen. Mit insgesamt gut 80 Prozent ist es nur Mittelmaß. Das erhöht den Kraftaufwand im Spiel fünf gegen fünf. Und es spricht wiederum für die Lions, dass sie ihre Quote in dieser Disziplin verbesserten. Elf von 18 Toren in vier Spielen bei gleicher Zahl an Spielern ist ein sehr guter Wert.

Überragende Neuzugänge

Bleiben die Personen des Erfolgs. Als da wären die überragenden Neuzugänge Richie Regehr und Derek Hahn. Auch die Rückkehr des "Frankfurter Bub" Ilja Worobjew als wichtiger Anführer ist ein Grund des neuen Erfolgs. Oder Chris Taylor, der die Zweifel an seiner Befähigung zum "Leader" längst weg gewischt hat.

Doch die wohl entscheidendste Position nimmt Kapitän und Top-Scorer (41 Punkte, im Schnitt mehr als ein Punkt pro Spiel) Jason Young ein, der seinen dritten Frühling erlebt. Wohl nur ein Zufall, dass er mittlerweile deutscher Staatsbürger ist, aber er nimmt die Aufgabe des Chefs auf dem Eis sehr ernst. Er ist der spiritus rector dieser Mannschaft. Der 35-Jährige hat schon jetzt mehr Punkte als in der gesamten Vorsaison (30).

Am morgigen Mittwoch (Eissporthalle, 19.30 Uhr) gastieren die Augsburger Panther. 13 Punkte Vorsprung haben die Lions aktuell auf Rang sechs, den letzten sicheren Playoff-Platz. Es gab Zeiten, da mussten die Lions diese Differenz noch aufholen.

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