Eishockey

Löwen setzen auf bewährte Kräfte

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Bei der Planung für die nächste Saison setzt der Frankfurter Eishockey-Zweitligist auf den Großteil seines vorhandenen Personals.

Unter der Woche übermittelte Carter Proft Videogrüße aus seiner kanadischen Heimat, aus aktuellem Anlass. Und mit einer guten Nachricht für die Fans der Frankfurter Löwen, unter denen viele den handfesten Stürmer zu ihren besonderen Lieblingen zählen. „Ich freue mich, in der Saison 2020/21 wieder für die Löwen zu spielen“, erklärte Proft nämlich, das war vorher noch nicht ganz klar gewesen. Zuletzt allerdings wurden bei dem ambitionierten Eishockey-Zweitligisten in regelmäßigem Rhythmus Vertragsabschlüsse für die neue Spielzeit bekanntgegeben. Nun eben mit Proft, und gleichzeitig auch die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Sturmkollege Christian Kretschmann – was es dann auch war an derlei Vollzugsmeldungen, fürs Erste.

„Wir verpflichten derzeit keine neuen Spieler mehr“, sagt Sportdirektor Franz-David Fritzmeier. „Dafür ist die Situation zu ungewiss, und wir haben eine Verantwortung gegenüber den Spielern, die da sind.“ Dass die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auch die Eishockey-Welt heftig ins Wanken bringen, ist klar, welche Folgen das aber wirklich haben wird nicht. Noch steht auch in den Sternen, ob die nächste Saison wie geplant im September beginnen kann. Oder wenigstens mit einer halbwegs verkraftbaren Verzögerung.

Solange keine Zuschauer in die Hallen dürfen, die im Eishockey anders als im Fußball einen Großteil der Einnahmen bringen, wird es so oder so schwer, den Puckjägern helfen keine Geisterspiele vor leeren Rängen. Und dann stellt sich die Frage, wie viele Standorte der ersten und zweiten Klasse eine längere Durststrecke überstehen. Die Löwen zählen zu den besser aufgestellten Klubs, Sorgen aber macht man sich auch in Frankfurt.

„Wir sind im Sport abhängig von Zuschauern und Sponsoren“, sagt Fritzmeier, und: „Es ist keine schöne Zeit. Keiner weiß genau, was passiert.“ Dafür wissen die Löwen-Verantwortlichen ziemlich genau, was sie an ihren vertrauten Spielern haben. Bei den Personalplanungen setzen sie auf bewährte Kräfte, das war ohnehin der Plan gewesen: den Kader weitgehend zusammenzuhalten, das ist auch gelungen. „Der Kader ist zu 85 Prozent fertig“, sagt Fritzmeier. Die Mannschaft schließlich hatte sich einiges Vertrauen erarbeitet, hatte zum zweiten Mal in Folge die meisten Punkte in der Hauptrunde der DEL 2 gesammelt und war voll auf Meisterkurs – bis die Saison abgebrochen wurden.

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