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Löwen-Torwart Hannibal Weitzmann und Clarke Brietkreuz stemmen sich dem Bietigheimer Tyler McNeely entgegen.

DEL2

Löwen schieben Frust

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Die Frankfurter Eishockeyspieler verlieren das fünfte Playoffspiel in Bietigheim mit 2:5.

Als die Schlusssirene losheulte, wurden auf dem Eis noch ein paar Eishockey-typische Nettigkeiten ausgetauscht. Stephan Seeger und Dominik Tiffels stürzten sich in ein Traube von gegnerischen Spielern, beließen es dann aber bei ein paar kleinen Schubsern und gesellten sich bald zu ihren Teamkollegen, die sich längst in die Kabine getrollt hatten. Der Frust war den Spielern der Löwen Frankfurt nach der 2:5 (1:2, 1:2, 0:1)-Auswärtspleite im fünften Halbfinalduell mit den Bietigheim Steelers dennoch anzumerken. 

In der Best of seven-Serie liegen die Hessen nun mit 2:3 zurück. Damit stehen die Löwen am Sonntag, im sechsten Spiel der Serie (17 Uhr), vor heimischer Kulisse unter Zugzwang. Im Fall einer Niederlage ist die Saison 2017/18 für Frankfurt beendet. „Wenn wir die Serie drehen wollen, müssen wir einfach schlauer sein“, sagte der Frankfurter Interimstrainer Franz Fritzmeier. „Bietigheim war einfach die cleverere Mannschaft und hat seine Chancen genutzt.“

In der Tat waren die Löwen, bei denen Vladislav Filin nach dreimonatiger Verletzungspause sein Comeback gab, das aktivere Team. Den ersten Treffer erzielten aber – wie auch in den vorangegangenen vier Duellen – die Steelers. Wieder leisteten sich die Löwen zu viele unnötige Strafen. Stockschläge, Beinstellen, Bandenchecks, und eine etwas kleinliche Regelauslegung der Unparteiischen tat ihr Übriges. Den Bietigheimern und ihrem gefürchteten Powerplay reichten so im ersten Drittel drei Überzahlsituationen für zwei Tore. Das 0:1 durch Shawn Weller fiel bereits in der ersten Spielminute, zwölf Zeigerbewegungen später erhöhte Justin Kelly auf 0:2. 

Die Gäste zeigten sich zunächst unbeeindruckt von diesem doppelten Rückschlag, blieben am Drücker und konnten durch C.J. Stretch verkürzen, der ein tolles Solo per Rückhand zum 1:2 vollendete (14.). Doch erneut brauchten die Hausherren nicht lang für ihren nächsten Treffer: 29 Sekunden nach Wiederanpfiff schob Weller den Puck zum 1:3 ins Tor (21.) – diesmal sogar bei fünf gegen fünf. 

Die Frankfurter hatten nun immer größere Probleme mit der kompakten Defensive der Schwaben, nur selten taten sich Lücken im grün-weißen Abwehr-Geflecht auf. Und als Löwen-Verteidiger Tim Schüle in der 28. Minute aus spitzem Winkel doch mal eine fand, fühlte sich das nicht wirklich wie der Startschuss einer Aufholjagd an. 

Ganz anders die abgezockten Steelers, die erneut nur wenige Gelegenheiten ausließen. Eine Minute vor der zweiten Drittelpause erhöhte Tyler McNeely auf 2:4 (39.), im Schlussabschnitt legte Frédérik Cabana noch das 2:5 nach (56.). 

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