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Löwen haben Playoff-Platz sicher

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Frankfurter Eishockeyteam überzeugt in Duisburg

Von MATTHIAS KITTMANN

Siege gegen einen Tabellenletzten gelten üblicherweise als Pflicht, doch die Duisburger Füchse sind in der Deutschen Eishockey-Liga kein typisches Schlusslicht. Zwar fehlt ihnen Konstanz, doch Siege gegen die jeweiligen Tabellenführer Berlin und Nürnberg sowie der Auswärtspunkt am Freitag beim Dritten Köln zeigen, dass ein Spiel gegen die Füchse kein Selbstläufer ist. Die Frankfurt Lions aber, die den Vergleich gestern mit 5:4 (2:1, 1:1, 2:2) gewannen und somit sicher in den Playoffs stehen, waren nach der Niederlage gegen Mannheim von Beginn an konzentriert.

Nach 90 Sekunden stand es 0:2, weil Layne Ulmer und Chris Taylor einen Blitzstart hinlegten. Duisburg brach aber nicht ein, weil Adam Courchaines nach vier Minuten der Anschlusstreffer gelang. Die Füchse kamen im Powerplay zu Beginn des zweiten Abschnitts sogar zum 2:2 durch Igor Alexandrow. Nun war höchste Alarmstufe angesagt, doch die Lions nutzten eine Duisburger Unachtsamkeit sechs Sekunden vor dem Drittelende. Ein als Befreiung gedachter Pass landete bei Taylor, Lukas Lang kam aus seinem Tor zu spät, so dass Taylor die Scheibe erneut bekam und den vor dem leeren Kasten wartenden Jason Young zum 3:2 bediente.

Gleich zu Beginn des Schlussdrittels erhöhte Jay Henderson auf 4:2, aber die Partie war noch nicht entschieden. Denn ein Powerplay brachte Duisburg erneut heran (54.). Gerade in Unterzahl macht sich bei den Lions das Fehlen von Jason Marshall bemerkbar. Dessen Verletzung durch ein Foul im Pokalfinale von Berlin sorgt in Frankfurt noch immer für erheblichen Unmut. Denn Verursacher Florian Busch bekam zwar eine Sperre für vier Pokalspiele, aber keine für die DEL, was gemäß den Regularien möglich gewesen wäre. "Das ist ein Alibi-Urteil", schimpft Lions-Manager Dwayne Norris, "während Marshall mehrere Spiele ausfällt, darf der eigentliche Sünder praktisch ungestraft weiterspielen."

Der Sieg in Duisburg geriet am Ende deshalb kaum noch in Gefahr, weil Jeff Heerema in der 58. Minute nach einem Pass von Derek Hahn den Puck zum 5:3 in den linken Winkel hämmerte und Duisburgs viertes Tor erst Sekunden vor Spielende fiel.

Statistik: Tore: 0:1 Ulmer (1:10), 0:2 Taylor (1:30), 1:2 Courchaines (3:49), 2:2 Alexandrow (23:07), 2:3 Young (39:54), 2:4 Henderson (42:55), 3:4 Högardh (53:56), 4:4 Heerema (57:20), 4:5 Koschewnikow (59:31). - Schiedsrichter: van Gameren (Berlin). - Zusch.: 1251. - Strafminuten: Duisburg 10 - Frankfurt 12.

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